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Neuburg

15.04.2015

Was darf der Kreisel kosten?

Kies, viel Grün und eine Aufteilung, von der Autofahrer von allen Seiten wissen, das sie in Neuburg sind. Eine schöne, aber teure Idee. 
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Kies, viel Grün und eine Aufteilung, von der Autofahrer von allen Seiten wissen, das sie in Neuburg sind. Eine schöne, aber teure Idee. 

Der Verkehrskreisel sei der richtige Ort, um für Neuburg zu werben, meint das Stadtmarketing und erstellt ein Konzept. Dem Finanzausschuss ist das vorerst zu teuer.

Es sind genau zwei Vorschläge, die die Konzept-Gruppe um Stadtmarketing-Leiterin Vanessa Korn dem Gremium präsentiert. Die günstigere Variante erinnert an den „Chrysler-Stern“, erklärt der neue Gärtnermeister der Stadt Christian Winkler, der zusammen mit Korn und dem Stadt-Grafiker Dominik Weiss das Konzept ausgefeilt hat. Blumen, Gräser und Kräuter schmücken den Kreisel zwischen den Strahlen des Sterns, die Hecken bilden. Die teure Variante (Bild) arbeitet mehr mit Kies. In beiden soll der Neuburg -Schriftzug unter der Schloss-Silhouette angelegt werden. Die Kosten liegen in beiden Fällen jenseits der 40000 Euro. Darauf lassen erste Kalkulationen schließen.

Zu teuer, erklären die Stadträte fraktionsübergreifend. Gegen das Konzept sei grundsätzlich nichts einzuwenden, aber preislich müsse nachgebessert werden. Die Kosten schnellen deshalb in die Höhe, weil die Verkehrsinsel mit einem Durchmesser von zwölf Metern äußerst groß ist. Zudem hat das staatliche Bauamt Ingolstadt, dem das Grundstück bislang gehört, eine Auflage gestellt: Zwischen den gegenüberliegenden Seiten muss ein Sichtschutz bestehen. Im Moment sind das die Bäume, die auch in den Plänen zum Teil erhalten bleiben. Kurios daran: Schilder, die für Neuburg werben, dürfen nicht neu aufgestellt werden. Sie wären eine zu große Gefahr für die Autofahrer. Die Bäume auf der Insel dürfen hingegen als „Bestandshindernisse“ stehen bleiben.

Mit dem Kreisel an der B 16 zur Münchener Straße ist es letztendlich nicht getan. Insgesamt drei der Verkehrsinseln will die Gruppe um Korn als „Marketingmaßnahme“ umgestalten. Nummer zwei ist der an der Grünauer Straße, Nummer drei der Audi-Kreisel. Rechnet man die einmaligen Kosten und die Instandhaltung hoch, müsste die Stadt ein großes Finanzpaket schnüren.

Korn und ihre Konzept-Gruppe sind sich darüber im Klaren, dass die Preise sehr hoch sind, erklären sie dem Gremium. Es gehe jetzt darum, vorzufühlen, ob die Umgestaltung generell auf Interesse stößt oder keine weiteren Planungen erwünscht sind. Die Diskussion wird in die Fraktionen und ins neue Finanzjahr verlegt. Im Haushalt 2015 sei kein Platz für die Umgestaltung der Inseln, erklärt Oberbürgermeister Bernhard Gmehling.

OB Bernhard Gmehling: „45000 Euro sind nicht möglich. Wir kommen aber auch nicht mit 5000 Euro für ein paar Stiefmütterchen aus.“

Elfriede Müller (CSU): „In der Stadt gibt es viele andere Punkte, die wir aufhübschen könnten. Es muss günstiger gehen.“ Außerdem solle man auch an die Einfahrt Neuburg-West denken, die nicht wirklich ansehnlich sei.

Alfred Hornung (CSU): „Wir haben schon vor längerer Zeit beschlossen, Neuburg blumiger zu gestalten. Aber 40000 Euro? Das können wir nicht verantworten.“

Vanessa Korn (Stadtmarketing): „Bei einer Umgestaltung werden gewisse Kosten auf die Stadt zukommen. Uns geht es um die Marketingmaßnahme.“

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