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05.01.2019

Wenn das eigene Kind stirbt

Damit Eltern nicht in stiller Trauer verharren müssen, sondern sich mit anderen austauschen können, veranstaltet Elisa eine Trauergruppe.

Elisa-Familiennachsorge startet im Februar eine Trauergruppe für Eltern. Davor gibt es einen Kennenlernabend

„Die Trauer hört niemals auf, sie wird ein Teil unseres Lebens. Sie verändert sich und wir ändern uns mit ihr“, heißt es. Deshalb startet die Elisa-Familiennachsorge im Februar eine „Weiterleben ohne Dich“- Gruppe für trauernde Eltern.

Der erste Geburtstag, das erste Weihnachtsfest, der erste Todestag – die ersten Male ohne das geliebte Kind sind für verwaiste Eltern kaum auszuhalten. Der Schmerz sitzt tief und Gefühle wie Wut, Verzweiflung, Schuld oder Angst treffen einen ohne Vorwarnung. Und nach einem Jahr? Sollte man wieder funktionieren – weitermachen wie bisher? Dies ist nahezu unmöglich. Nichts ist, wie es vorher war, denn das verstorbene Kind hinterlässt eine große Lücke.

Und dennoch bleibt die Zeit nicht stehen. Wie können Eltern, die ihr Kind verloren haben, weiterleben? So individuell wie jeder Mensch ist, so individuell ist die Trauer eines Einzelnen. Manchen helfen Bilder oder Rituale, anderen hilft das Reden und wieder andere versuchen, es mit sich selbst auszumachen. Und jeder Weg ist richtig, solange er sich für den Betroffenen gut anfühlt.

Ein Weg könnte auch der Besuch einer Trauergruppe sein. Elisa-Familiennachsorge bietet ab Februar 2019 wieder die Gruppe „Weiterleben ohne Dich“ für trauernde Eltern an. Und genau darum geht es: weiterleben. „Es geht nicht ums Vergessen, sondern darum, das verstorbene Kind gut in dieses neue, andere Leben zu integrieren“, sagt Nadine Kotzur, die als betroffene Mutter gemeinsam mit Simone Haftel, systemische Beraterin und langjährig erfahrene Sozialpädagogin, die Gruppe anleitet.

An acht themenzentrierten Abenden haben Eltern die Möglichkeit, sich mit anderen betroffenen Eltern auszutauschen, sich gegenseitig zu stützen und einander Mut zu machen. Und da die Trauer niemals aufhört und das Schicksal über den Verlust des eigenen Kindes, egal in welchem Alter und auf welche Art und Weise, verbindet, gibt es keine zeitliche Einschränkung über das Zurückliegen des Verlustes oder das Alter des Kindes. Als Auftakt- und Kennenlernangebot findet am Montag, 21. Januar, ein Kinoabend im Kinopalast Neuburg statt. „Seelenvögel“ heißt der Film von Thomas Riedelsheimer, der drei Familien mit an Leukämie erkrankten Kindern zeigt. „Nicht die Krankheit steht im Vordergrund, sondern die Suche nach der Kraft und Energie des Lebens“, so beschreibt der Klappentext den bewegenden Film. Vor und nach der Vorstellung besteht außerdem die Möglichkeit zum Austausch. Alle betroffenen Eltern, Familien, Freunde, Bekannte und Interessierte sind dazu willkommen.

Informationen und Anmeldung bei der Elisa-Familiennachsorge, Bahnhofstraße 103b, in Neuburg. Für Rückfragen und die Anmeldung stehen auch die beiden Gruppenleiterinnen zur Verfügung. Simone Haftel, Telefon: 0176/70769153, Mail: simone.haftel@elisa-familiennachsorge.de. Nadine Kotzur ist unter der Nummer 0160/96817223 oder per Mail an nadine.kotzur@elisa-familiennachsorge.de erreichbar. Anmeldeschluss ist der 28. Januar. (nr)

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