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Rettung

03.11.2017

Wer will Feuerwehrmann werden?

Hoch hinaus ging es mit diesem Sonderrüstfahrzeug. Die Ehekirchener Wehr zeigte den Besuchern, mit welcher Technik ein Baum gefällt wird.
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Hoch hinaus ging es mit diesem Sonderrüstfahrzeug. Die Ehekirchener Wehr zeigte den Besuchern, mit welcher Technik ein Baum gefällt wird.

Die Feuerwehr Ehekirchen ist wie andere Wehren auch auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Ein Familiensonntag sollte Interesse wecken

Auch die Freiwillige Feuerwehr Ehekirchen ist auf der Suche nach Verstärkung bei der aktiven Wehr, den Sanitätern vor Ort und vor allem beim Nachwuchs. Aus diesem Grund organisierte sie am Sonntag einen Familientag, bei dem Interessierte einen Einblick in das Tätigkeitsfeld der Feuerwehrleute bekamen.

So wurde beispielsweise das Vorgehen bei einem Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen demonstriert und erklärt. Die Verantwortlichen zeigten den Gästen nicht nur die ordnungsgemäße Bedienung eines Feuerlöschers, sie inszenierten außerdem eine gewaltige Fettexplosion. Mit einem Sonderrüstfahrzeug wurde eine Baumfällung ausgeführt.

Sämtliche Fahrzeuge der Feuerwehr Ehekirchen waren ausgestellt und konnten besichtigt werden. Darunter war auch der „Gerätewagen Dekontamination Personen“, kurz „Dekon-P“. Dieses Fahrzeug gibt es nur einmal im Landkreis und ist in Ehekirchen stationiert. Es kommt zum Einsatz, wenn Gefahrstoffe ausgetreten sind und Einsatzkräfte in Spezialanzügen gereinigt werden oder Zivilpersonen von Stoffen dekontaminiert werden müssen. Darüber hinaus gab es auch eine Drehleiter der Neuburger Kollegen und ein Flugfeldlöschfahrzeug des Jagdgeschwaders 74 zu sehen. An den Fahrzeugen standen Helfer für Fragen und Erklärungen.

Auf dem Gelände der Ehekirchener Wehr lockte für die Jüngsten neben einer Hüpfburg zum Austoben auch eine Kübelspritze, um erste Löschversuche auf eine „Spritzwand“ auszuprobieren.

Bereits mit zwölf Jahren können Jugendliche der Feuerwehr beitreten. In einem ersten Schritt lernen sie die Fahrzeuge und deren Gerätschaften kennen, danach folgt eine Ausbildung im Brandschutz und in der technischen Hilfe. Beim Jugendzeltlager, bei Ausflügen oder dem alljährlichen Wissenstest in Ehekirchen mit etwa 100 Jugendlichen aus dem ganzen Landkreis wird der Teamgeist gepflegt. Mit 16 Jahren können die Jugendlichen dann in die aktive Wehr aufgenommen werden und dürfen bei Einsätzen außerhalb des Gefahrenbereichs eingesetzt werden. Ab 18 Jahren und nach Abschluss der „Modularen Truppausbildung“ steht der Weg frei für verschiedene Aufgaben, etwa als Maschinist, zum Fahren und Inbetriebnehmen von Löschfahrzeugen oder als Atemschutzgeräteträger.

Eine weitere wichtige Institution bei der Feuerwehr sind die „Sanitäter vor Ort“, die bei Einsätzen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken.

Kommandant Stefan Marb würde sich über neue Mitglieder freuen. „Ich denke, die Bevölkerung ist froh darüber, dass es viele aktive Kameraden bei der Feuerwehr gibt, die kommen, wenn sie die 112 wählen. Aber die wenigsten denken darüber nach, sich selbst bei der Feuerwehr zu engagieren. Nachdem die Wenigsten an ihrem Wohnort Arbeit finden, kommt es werktags zu Engpässen, wenn nicht genügend Kameraden vor Ort sind.“ Wer Interesse hat, kann sich unter www.feuerwehr-ehekirchen.de informieren oder die Feuerwehr persönlich ansprechen. (nr)

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