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Ingolstadt

26.10.2020

Wie das Kammerorchester Ingolstadt das Publikum begeistert

Engagiert und präzise: Der junge Dirigent Klaus Hoffmann leitete das Ingolstädter Kammerorchester.
Bild: Johannes Seifert

Plus Mit „Zauber der Romantik“ war das diesjährige Herbstprogramm überschrieben. Unter dem engagierten Dirigat von Klaus Hoffmann spürte man, wie sensibel und gleichermaßen kraftvoll die junge Solistin intonieren kann, findet unser Autor.

Im Zentrum des Konzertes des Ingolstädter Kammerorchesters, kurz IKO, stand ein Werk für Solobratsche und Streichorchester, ein musikalisches Gebet von Max Bruch, gespielt von der gebürtigen Ingolstädterin Lisa Rendelmann, die soeben ihren Abschluss an der Musikhochschule in Nürnberg machen konnte. Das Stück hat einen besonderen Hintergrund:

Die Komposition von Max Bruch betitelt mit „Kol Nidrei“ basiert auf dem jüdischen Gebet, das am Vorabend des höchsten jüdischen Feiertags „Jom Kippur“ gebetet wird. Moll und Dur wechseln sich in dem elegisch gehaltenen Stück ab. Bruch selbst verglich das Kol Nidrei mit seiner Schottischen Fantasie Es-Dur op. 46 – „da es“, so Bruch, „wie diese einen gegebenen melodischen Stoff in künstlerischer Weise verarbeitet“.

Kammerorchester Ingolstadt erntet lautstarken Beifall

Diese Tonsprache mit Schwermut und großer Spannung berührt, noch dazu weil die junge Solistin und das engagiert wirkende Kammerorchester hier ganz besonders stimmig agierten.

„Zauber der Romantik“ hat Klaus Hoffmann das diesjährige Herbstprogramm des Ingolstädter Kammerorchesters überschrieben. Dennoch war es wohl mehr eine klug angelegte musikalische Reise durch die Epochen und Stilrichtungen.

Ein Satz einer Haydn-Sinfonie, eine Streicherserenade von Edward Elgar, ein Stück aus Brasilien und zum Schluss der furiose ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms sorgten dann – bei lautstarkem Beifall des Publikums – für die entsprechende Abwechslung im überaus gut besuchten Konzert unter besonderen Hygiene-Bedingungen.

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