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Neuburg

30.09.2020

Wie die Firma Ferchau in Neuburg starten will

Die Firma Ferchau ist in die Räumlichkeiten der ehemaligen MMB am Ochsengründlweg in Neuburg eingezogen.
Bild: Gloria Geissler

Plus Ende vergangenen Jahres legte Bernhard Stampfl seine 2006 gegründete Firma MMB in Neuburg still. Wie es für einen Teil der Mitarbeiter trotzdem weiter ging.

Mit dem Ende des vergangenen Jahres ging auch eine Neuburger Firmengeschichte zu Ende. Die MMB, 2006 von Bernhard Stampfl gegründet, wurde stillgelegt. Knapp 100 Mitarbeiter bekamen ihre Kündigung.

Nicht wenige von ihnen schauten sich regional nach Alternativen um und so landete Ende 2019 eine stattliche Anzahl an Bewerbungen auf dem Schreibtisch von Manuel Bedynek. Der Neuburger kannte die Firma MMB und informierte sich über den Grund für die zahlreichen Bewerbungen. Nach einigen Gesprächen sei ihm klar gewesen, welche Chance sich daraus ergebe.

Und die nutzte die Firma Ferchau. Sie übernahm 21 Mitarbeiter der MMB sowie der angegliederten SVZ, kaufte das Equipment und mietet sich in die Büroräume und Hallen ein. „Wir kamen Anfang Januar, schalteten das Licht ein und legten los“, berichtet Bedynek, der inzwischen den Standort in Neuburg leitet.

21 Mitarbeiter übernahm Ferchau in Neuburg direkt von MMB

Die Mitarbeiter konnten nahezu nahtlos an ihre alten Wirkungsstätten zurückkehren und wieder in den jeweiligen Kompetenzfeldern wie einen Monat zuvor noch für die MMB beziehungsweise die SVZ tätig werden: Crashtests, Komponentenerprobung, Tests in der Klimakammer und vieles mehr.

„Die Gebäude sind zertifiziert und wir hatten eine Fachmannschaft, die die anstehenden Aufträge für unseren Hauptkunden Audi aus dem Stegreif erledigen konnte. Und wir hofften, dass diese Aufträge in langfristige Rahmenverträge übergehen würden“, erklärt Christian Rudolph, Leiter des Geschäftsbereichs Automotive.

Bernhard Stampfl gründete 2006 die Firma MBB GmbH Engineering Services im Neuburger Industriegebiet Grünau.
Bild: Gloria Geissler

Die Verhandlungen zogen sich – auch coronabedingt – aber Mitte des Jahres konnte dann alles unter Dach und Fach gebracht werden, so dass auch mit Bernhard Stampfl langfristige Mietverträge abgeschlossen werden konnten.

Ferchau ist ein deutschlandweit agierender Ingenieursdienstleister

Ferchau, ein deutschlandweit agierender Ingenieursdienstleister mit über 8000 Mitarbeitern, sieht in dem Neuburger Standort eine hervorragende Zukunft. Kurzarbeit war kein Thema in der Niederlassung in Kösching, zu der der Neuburger Entwicklungsstandort gehört. Das Personal wurde sogar aufgestockt, am heutigen 1. Oktober kommen noch einmal zwei neue Kollegen hinzu, sodass das Team nun 37 Mitarbeiter zählt. Und das sei nicht das Ende der Fahnenstange, wie Bedynek sagt: „Wir wollen und müssen weiter wachsen.“

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