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Neuburg

13.02.2020

Wieder entsteht eine Krippe im Container

Die Zahl der Kinder auf der Warteliste für einen Krippenplatz lässt die Stadtoberen nach neuen Krippenplätzen suchen.
Bild: Julian Stratenschule, dpa (Symbol)

Plus Die Kinderkrippe in der Neuburger Amalienschule schließt im August. Eigentlich sollte den Bedarf die neue Einrichtung bei den Stadtwerken auffangen. Doch es kommt anders.

Die neueste Kinderkrippe ist noch nicht eröffnet, da müssen sich die Stadtoberen schon mit dem nächsten Neubau beschäftigen. Das hat zwei Gründe: Zum einen schließt die Krippe in der Amalienschule Ende August ihre Pforten. Und zum anderen stehen derzeit rund 50 Kinder auf der Warteliste, die aktuell keinen Krippenplatz haben.

Was also tun? Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung am kommenden Dienstag den Bau einer Containeranlage beschließen, die als Ersatz für die Krippe in der Amalienschule dienen soll. Sie soll ihre Heimat auf dem Parkplatz des BRK-Seniorenzentrums im Schwalbanger finden und auch vom bisherigen Träger, dem BRK, betrieben werden. Die Kosten belaufen sich auf geschätzte 285.000 Euro bei einer Standzeit von 24 Monaten, hat die Verwaltung berechnet.

Containeranlage soll auf dem Parkplatz des BRK-Seniorenheims entstehen

Die Rotkreuzler sind erprobt in Sachen Container. Vor einigen Jahren hatten sie übergangsweise eine Betreuungseinrichtung der unter Dreijährigen in Containern im Ostend, bis die neue Krippe in der Breslauer Straße fertiggestellt war.

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Die Container-Krippe soll eine Übergangslösung sein, bis das vom BRK geplante Mehrgenerationenhaus fertig ist. Diese Mischung aus Krippe und Kurzzeitpflegeplätzen will das Rote Kreuz neben seinem Pflegeheim errichten. Die Verhandlungen und Planungen dazu seien bereits weit fortgeschritten, wie Oberbürgermeister Bernhard Gmehling sagt. Er hofft, dass das neue Haus in zwei Jahren fertiggestellt ist und die Containerkrippe aufgelöst werden kann.

Neubau im Neuburger Schwalbanger könnte in zwei Jahren fertig sein

Entstehen soll ein zweigeschossiges Gebäude mit einer dreigruppigen Kindertageseinrichtung im Erdgeschoss. Die Nutzung soll bedarfsgerecht sowie altersgemischt erfolgen. Bei einer reinen Krippennutzung könnten 36 Plätze entstehen. Nach Umlegung der 24 Plätze aus der Amalienschule würde es zwölf zusätzliche Plätze, was einer zusätzlichen Gruppe entspricht, geben.

Warum aber muss es eine neue Krippe geben, hätte man nicht einfach die in der Amalienschule für zwei Jahre weiterlaufen lassen können? So einfach sei das nicht, sagt Gmehling. Die Entscheidung, die Krippe in der Amalienschule aufzulösen sei bereits vor längerer Zeit gefallen. Dementsprechend läuft die Betriebserlaubnis im August aus. Außerdem habe man den Fadenspielern versprochen, dass sie dort eine neue Heimat finden. Die Künstlergruppe musste nämlich das Loibl-Haus verlassen, weil es nach dem Schloßfest zum Stadtarchiv umgebaut wurde.

Doch aus dem Schneider in Sachen Krippenbau ist die Stadt Neuburg wohl noch lange nicht. Die Verwaltung weist darauf hin, dass zur Bedarfsdeckung weitere Plätze geschaffen werden müssen. Momentan stehen rund 170 verfügbare Plätze einer Geburtenzahl von 952 der Jahrgänge 2016 bis 2019 gegenüber. Dies entspricht einer Deckung von 17 Prozent. Durch das Landratsamt werde aber eine Deckung in Höhe von 35 Prozent empfohlen.

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