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IHK

06.11.2019

Wirtschaftliche Talfahrt in der Region

Stimmung hat sich bei den Unternehmen noch weiter verschlechtert

Die Stimmung der Wirtschaft in der Region Ingolstadt hat sich im Vergleich zum Frühjahr dieses Jahres nochmals verschlechtert. In der aktuellen Herbstumfrage der IHK für München und Oberbayern liegt der Konjunkturindex für die Region bei 108 Punkten. Damit ist er gegenüber dem Frühjahr um weitere zehn Zähler gesunken und erreicht seinen niedrigsten Wert seit 2010.

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Zu ihrer Geschäftslage befragt, äußerten sich die in Ingolstadt sowie den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen befragten Unternehmen spürbar unzufriedener als noch im Frühjahr, heißt es in einer Mitteilung der IHK. Während der Anteil der zufriedenen Unternehmen auf 48 Prozent leicht gestiegen ist (+2 Prozentpunkte), hat sich der Anteil der unzufriedenen auf elf Prozent verdoppelt. Noch stärker als die Geschäftslage haben die Unternehmen ihre Erwartungen für die kommenden zwölf Monate zurückgeschraubt. Der Wert liegt deutlich unter dem bayerischen Wert und stellt das niedrigste Ergebnis seit Frühjahr 2009 dar. Fast ein Drittel (30 Prozent) der Unternehmen blickt der Zukunft pessimistisch entgegen. Im Frühjahr war es erst ein Fünftel. Die Anzahl der Optimisten sank von 17 auf 15 Prozent.

Die gestiegenen konjunkturellen Sorgen wirken sich auch auf die Risikobewertungen der Unternehmen aus. So verliert der Fachkräftemangel an Brisanz. Nach zuletzt 70 Prozent ist er aktuell nur noch für 54 Prozent der befragten Unternehmen ein Risiko. An zweiter Stelle steht inzwischen die Eintrübung der Inlandsnachfrage. Diese bewertet mittlerweile jedes zweite Unternehmen als Risiko, im Frühjahr waren es noch 46 Prozent. Die schwachen konjunkturellen Aussichten dämpfen auch die Beschäftigungspläne der Unternehmen. Nur noch acht Prozent der Betriebe möchten zusätzliches Personal einstellen. Über ein Viertel (28 Prozent) plant einen Personalabbau. Damit sind die Aussichten für den Arbeitsmarkt in der Region Ingolstadt schlechter als in Bayern.

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Dies dürfte mit der Bedeutung des Fahrzeugbaus für die Region zusammenhängen: Gefragt nach einzelnen Geschäftsrisiken geben die Unternehmen in der Region Ingolstadt überdurchschnittlich oft konjunkturelle und strukturelle Entwicklungen im Fahrzeugbau (73 Prozent) als Risiko an. Sie weichen damit deutlich – auch wie die Unternehmen an anderen Automobilstandorten – vom bayerischen Durchschnittswert (57 Prozent) ab.

Hinsichtlich ihrer Investitionspläne werden die Unternehmen zurückhaltender. Während ein Viertel der Unternehmen beabsichtigt, mehr zu investieren, plant ein Fünftel Investitionen zurückzufahren. Zwölf Prozent legen diese ganz auf Eis. „Angesichts der konjunkturellen Alarmzeichen muss die Politik jetzt schnell mit klugen Maßnahmen reagieren“, fordert Fritz Peters, Sprecher des IHK-Forums für die Region Ingolstadt. „Das A und O sind Investitionsanreize.“ Dazu zählten günstigere Abschreibungsregelungen, niedrigere Strompreise und auch mehr staatliche Unterstützung der Digitalisierung in den Unternehmen. (nr)

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06.11.2019

UNTERNEHMEN FALLEN GERNE MAL VON EINEM EXTREM INS ANDERE ! DASS DIE REGION DURCH "AUDI" ALS BOOMREGION VERWÖHNT IST TRÄGT DAZU BEI, JETZT DIE ZUKUNFT SCHWARZ ZU MALEN. SO WAREN VIELLEICHT AUCH DIE STELLENANGEBOTE
MEHR THEORETISCH ALS PRAKTISCH FUNDIERT, SCHON GAR NICHT UNTER JETZIGEN ZUKUNFTSAUSSICHTEN. WENN ICH NICHTS
INVESTIEREN WILL, NÜTZEN AUCH KEINE INVESTITIONSANREIZE ! ENTWEDER/ODER ! DAZU KOMMT EINE SITUATION, DIE WIR NOCH ZU GUT AUS DEN JAHREN 1970-80 KENNEN. ZU ZEITEN DES ARBEITSKRÄFTEMANGELS HAT MAN "ALLES" EINGESTELLT", WAS IRGENDWIE ZU KRIEGEN WAR ! DANACH KAM DAS "AUSSIEBEN UND RÜCKKEHREN" ZUR NORMALITÄT !^SO AUCH JETZT!

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