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Neuburg/Donau

08.11.2019

Wo in Neuburg überall gebaut wird

Wegen der Errichtung eines Kreisverkehrs an der Ecke Heinrichsheimer-/Mathias-Bauer-Straße ist die Durchfahrt durch den Stadtteil seit Wochen gesperrt. Mit dem Kreisverkehr soll vor allem das neue Baugebiet erschlossen werden. Abgeschlossen sein sollen die Arbeiten bis 23. November. 
Bild: Miriam Keppler

Plus Zahlreiche Baustellen erstrecken sich derzeit über das Neuburger Stadtgebiet. Es geht um Stellplätze, neue Wohn- und Geschäftsräume. Ein Überblick.

Einige große Baustellen beherrschen derzeit Teile des Neuburger Stadtbilds. Ob am Donauwörther Berg, in der Eyb- oder der Schießhausstraße oder in Heinrichsheim, wo von Neuburg kommend die Durchfahrt über die Heinrichsheimstraße seit Wochen gesperrt ist – überall wird fleißig gebaut. An dieser Stelle ein Überblick über die Baustellensituation im Stadtgebiet.

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  • Heinrichsheimer Kreisel: Eigentlich hätte die Sperrung an der Heinrichsheimer/Mathias-Bauer-Straße schon Ende Oktober aufgehoben werden sollen. Weil dort ein Kreisverkehr errichtet wird, um das neue Baugebiet zu erschließen, ist derzeit noch immer kein Durchkommen. Doch nun ist ein Ende in Sicht, verspricht Christoph Gastl vom städtischen Bauamt. „Ab dem 23. November machen wir wieder auf“, sagt er. Die leichten Verzögerungen seien dem Bauablauf geschuldet und normal. „Die Asphaltfirma hatte nicht direkt Zeit.“

  • Neuer Friedhof: Südlich der Stadtwerke entsteht bekanntlich ein neues Kinderhaus. Im Zuge der dortigen Arbeiten war der Zugang zum Neuen Friedhof von der Heinrichsheimer Straße aus nicht mehr möglich. Das führte immer wieder zu Beschwerden, weshalb das Thema auch am vergangenen Mittwoch im Bauausschuss erneut zur Sprache kam. Ab dem kommenden Montag, dem Tag der Bürgerversammlung, soll der Zugang wieder frei sein.

  • Schießhausstraße: Wirklich schön fand die Glaspavillons zuletzt wohl niemand mehr. Seit einiger Zeit sind sie weg. Anstelle der Pavillons soll ein Gebäude mit 15 Wohnungen entstehen, die zwischen 30 und 102 Quadratmeter groß sind. Ein Teil dieser Wohnungen soll verkauft, ein Teil vermietet werden. Mindestens bis Mai 2020 wird deshalb die Schießhausstraße eine Baustelle sein, teilt die Stadt auf Anfrage mit. Geplant ist, dass die Wohnungen spätestens 2021 bezugsfertig sind. Drei der Wohnungen werden einen Gartenanteil besitzen, eine Wohnung hat Zugang zu einer Dachterrasse. Die Autos kommen in sogenannten Duplex-Garagen im Erdgeschoss unter.
    Auch wo einst die Glaspavillons standen, beginnt jetzt der Bau der Wohnanlage.
    Bild: Miriam Keppler


  • Färber-/Hechtenstraße: Die Baustelle in der Färber- und Hechtenstraße betreut die Firma Rucker. Noch drei bis vier Wochen wird das die Färberstraße betreffen, teilt die Bauleitung mit. Dann weicht die Baustelle wieder auf den Gehweg zurück. Dieser und die Hechtenstraße sollen schätzungsweise bis Mitte nächsten Jahres gesperrt bleiben. Es könne aber jederzeit zu Verzögerungen kommen. In dem Neubau sollen unten Geschäftsräume und oben Wohnungen entstehen.

  • Donauwörther Straße: Mit seinen rund 100 Mitarbeitern hat das Bauunternehmen Hans Mayr „gut zu tun“, wie der Firmenchef sagt. Nachdem der Umbau des Postgebäudes in Neuburg abgehakt werden kann, ist neben dem Auftrag für die neue Produktionslinie bei Rockwool und dem Neubau auf dem Gewerbegebiet Weiherfeld an der B16 bei Zuchering, wo ein Drogeriemarkt und ein Burger King Platz finden werden, das Projekt an der Donauwörther Straße am wachsen. Dort hatte die Umquartierung der Fledermäuse ins Landratsamt, wie berichtet, den Beginn deutlich verzögert. Als es dann los ging, machte den Arbeitern der felsige und lehmige Untergrund länger als gedacht zu schaffen. Doch nachdem Prüfstatiker und Geologen auf dem Grundstück in Hanglage endlich grünes Licht gegeben hatten, wurde nun die Betonplatte betoniert. In dem mehrstöckigen Gebäude entstehen über dem Rewe-Markt im Erdgeschoss 75 Wohnungen, diese auch schon mit Blick auf die Studenten, die der Campus der TH Ingolstadt nach Neuburg bringen wird. 130 Tiefgaragen- und 60 oberirdische Stellplätze sind als Parkfläche vorgesehen. Wie Hans Mayr glaubt, warten die Fledermäuse im Übrigen schon gespannt darauf, dass die Regierung von Oberbayern den Startschuss zum Rückflug gibt. Unterkommen würden sie dann in einem regelrechten Luxus-Hotel auf dem Dach.
    Die Betonplatte ist betoniert, jetzt kann das Projekt an der Donauwörther Straße in die Höhe wachsen.
    Bild: Miriam Keppler


  • Eybstraße: So schwierig wie die Arbeiten am Untergrund beim Projekt an der Donauwörther Straße waren, so aufwendig war beim Aushub für die Tiefgarage das Unterfangen der angrenzenden Anwesen beim Wohnbauprojekt von Hans Mayr an der Eybstraße. Der bedankt sich gleich auch bei den Nachbarn. Obwohl sich niemand über ein großes Loch nebenan freue, seien die Anlieger einvernehmlich positiv eingestellt. Die schwierigsten und „sauteuren“ Arbeiten, nämlich die Sicherung der angrenzenden Häuser, sind gerade über die Bühne gegangen. Anstelle des abgerissenen Hotel Kieferl werden in dem mehrgeschossigen Neubau 36 Wohnungen entstehen. Die Tiefgarage wird 38 Stellplätze bieten.
    Beim Neubau in der Eybstraße sind Nachbargebäude nun gesichert. Auch hier geht’s jetzt nach oben.
    Bild: Miriam Keppler


  • Apropos Stellplätze: Hier fordert CSU Stadtrat Mayr endlich ein Umdenken für die Neuburger Innenstadt. Aufgrund der bestehenden Stellplatzordnung und der sehr begrenzten Möglichkeit, im Kernstadtbereich Stellplätze zu schaffen, könne kaum Neubestand entstehen. Bestes Beispiel sei für ihn die Planung des Investors für den ehemaligen „Betten Kunze“. Das Hin- und Her wegen der geforderten Stellplätze ende nun damit, dass der Investor das alte Gebäude stehen lässt und saniert. Auf diese Weise muss er für die neu entstandenen Wohnungen keine Stellplätze nachweisen. „Der Investor hat das für ihn einzig Richtige getan. Aber im Grunde ist das Ganze doch gegenüber denjenigen, die neu bauen wollen, ungerecht, oder?“, fragt sich Mayr und denkt dabei auch an die Schwierigkeiten in dieser Sache beim gescheiterten Projekt der VR Bank am Schrannenplatz. Er fordert deshalb, dass in der Innenstadt bei Neubauprojekten mehr Stellplätze abgelöst werden können.
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