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30.01.2019

Wo wird der Kies transportiert?

In Lichtenau gibt es Unstimmigkeiten über den Transportweg

Die Gemeinde Weichering ist auf der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung, wie in Lichtenau der Kies eines neuen Abbaugebiets abtransportiert werden kann, ohne die Anwohner und die Vogelwelt zu beeinträchtigen. Und wie es im Augenblick scheint, gibt es auch schon einen Vorschlag.

Doch der Reihe nach: Das Kiesunternehmen der Gebrüder Förstl möchte nördlich von Lichtenau seine bestehende Abbaufläche erweitern. Der Weg ins Kieswerk ist dafür nicht weit, nur etwa 400 Meter liegen zwischen dem Abbaugebiet und der Verarbeitungsstätte. Allerdings ist im Augenblick strittig, entlang welcher Strecke dieser Weg führt. Denn die Anwohner, die am Ortsrand von Lichtenau und damit der Abbaufläche am nächsten wohnen, wollen nicht, dass die Lastwagen vor ihren Häusern hin- und her fahren.

Das Unternehmen hat deshalb vorgeschlagen, eine alternative Strecke zu nutzen. Doch in diesem Fall legt die Untere Naturschutzbehörde ihr Veto ein. Der Weg führe nämlich entlang den Hecken eines rekultivierten Kiesweihers, die als Biotop kartiert sind. Wenn auf dem unbefestigten Weg nun übermäßig viele Lastwagen fahren, kann der aufgewirbelte Staub die Vögel beeinträchtigen, die dort brüten. Eine Asphaltierung der Straße kommt für die Naturschutzbehörde zum Schutz von Fauna und Flora ebenfalls nicht infrage.

Die Lösung, die derzeit im Raum steht, könnte nun folgende sein: Der Weg entlang des Biotops wird freigegeben, allerdings muss im gleichen Zuge den Vögeln eine alternative Brutstätte angeboten werden. Das heißt, dass in unmittelbarer Nähe neue Hecken gepflanzt werden müssen, in die die Tiere ausweichen können. Diese Investition müsste das Kiesunternehmen übernehmen. Der Gemeinderat wäre mit diesem Kompromiss einverstanden. Eine Zu- oder Absage dieses Vorschlags steht noch aus. (clst)

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