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  3. Ingolstadt: Das Geschäft der Rache: "Michael Kohlhaas" wird zur eher holprigen Inszenierung

Ingolstadt
15.04.2024

Das Geschäft der Rache: "Michael Kohlhaas" wird zur eher holprigen Inszenierung

"Michael Kohlhaas" feierte in Ingolstadt Premiere.
Foto: Jochen Klenk

Das Stadttheater Ingolstadt zeigt das Kleist-Stück "Michael Kohlhaas". Trotz wunderbarer Sprach läuft die Inszenierung nicht ganz rund.

Welch eine wunderbare Sprache, die Heinrich von Kleist in seiner Novelle „Michael Kohlhaas“ vorführt. Und das verblüffende: der Ton erreicht uns auch heute noch, obgleich der Text mittlerweile über 200 Jahre auf dem Buckel hat. Es ist aber auch der Sprachkunst der Schauspieler dieser Inszenierung im Kleinen Haus des Stadttheaters Ingolstadt zu verdanken - klar und deutlich allen voran Mara Thurnheer - dass der klug gestrichene und behutsam bearbeitete Text funktioniert. Wenn nur alles andere in der Fassung von Veronika Jocher, offenbar stark modifiziert und in Szene gesetzt von Mira Fajfer, am Premierenabend so funktionieren würde. 

Drei Akteure – Thurnheer, Fajfer und Sebastian Kremkow – haben den Text unter sich aufgeteilt und erzählen mit großer Geste und einigem körperlichen und technischen Einsatz die Geschichte vom Rosshändler Kohlhaas. Dem geschieht blankes Unrecht, das Recht auf billige „Genugtuung“ wird ihm aberkannt, die Gerechtigkeit verweigert. Er nimmt daraufhin gnadenlos grausame Rache, wird schließlich zum Tod verurteilt und hingerichtet.

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