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Neuburg
10.06.2024

Reaktionen auf die EU-Wahl: Sorgenvolle Blicke und eine erfreute AfD

Europa im Blick haben viele Parteien, doch FDP, Grüne und SPD verlieren an Rückhalt. Davon profitiert die AfD.
Foto: Barbara Wild

Die AfD erfährt im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen immer mehr Zulauf. Kreisvorsitzende Christina Wilhelm feiert den Erfolg. Welche Schlüsse die anderen Parteien ziehen.

Am Tag nach der Europawahl ist das Ergebnis wie immer eine Frage der Perspektive. Vergleicht man die Zahlen mit der der Landtagswahl 2023, dann sieht man, dass die AfD an Wählerstimmen verloren hat. Damals holte die selbsternannte Alternative für Deutschland fast 18 Prozent der Stimmen. Am Sonntagabend hingegen waren es 14,9 Prozent. Doch im Vergleich zur EU-Wahl 2019 konnte die AfD ihr Ergebnis um fünf Prozentpunkte steigern. Und so herrscht am Tag danach große Freude bei den regionalen Parteivertretern.

AfD-Kreisvorsitzende Christina Wilhelm rechnet am Montag noch mal vor, dass ihre Partei um 50 Prozent an Stimmen zugelegt hat. "Immer mehr Menschen befassen sich mit unserem Programm und unseren Inhalten. Sie finden sich wieder", sagt Wilhelm, die auch im Stadtrat in Neuburg sitzt. Dennoch wertet sie den Wahlausgang als klares Votum gegen die regierenden Parteien, also als Protestwahl. "Die Leute sind einfach nicht mehr zufrieden", so ihr Fazit. Die AfD sei im Wahlkampf nur schlecht gemacht worden und die Vorwürfe gegen die Spitzenkandidaten Maximilian Krah und Petr Bystron bisher ohne Beweise. 

Die AfD ist auch in der Region Neuburg im Aufwind.
Foto: Barbara Wild

Dass die AfD in der Region Zulauf habe, halte seit einigen Monaten an. Sie könnte die Menge an Anträgen für die Parteimitgliedschaft kaum bewältigen, erzählt Wilhelm. Jeder müsse ein Aufnahmegespräch durchlaufen, das koste Zeit. Wie viele Mitglieder der AfD-Kreisverband in Neuburg-Schrobenhausen derzeit habe, wolle sie aber bewusst nicht sagen. "Wir machen unsere Arbeit an der Basis weiter", kündigt Wilhelm an. 

AfD im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen hat wohl hohen Zulauf - auch bei den Mitgliedern

Den CSU-Kreisvorsitzenden Matthias Enghuber hat das Ergebnis am Wahlabend nicht so sehr verwundert. Natürlich freut er sich über den Sieg der CSU, doch das nach wie vor starke Ergebnis der rechtspopulistischen AfD treibt ihn um. "Offensichtlich ist es für den Wähler egal, wer für die AfD antritt oder was inhaltlich angekündigt wird", so seine Analyse. 

Neben der Unzufriedenheit der Bürger mit der Ampel, dem Ärger über Bürokratie, Wirtschaftspolitik und dem Umgang mit Geflüchteten schaffe es die AfD mit ihren Parolen, die derzeit präsenten Ängste der Menschen zu treffen. "Das gilt leider auch für die jungen Leute, die angesichts ungelöster Probleme wie Wohnungsnot, Inflation und mieser Rentenaussicht an die Konzepte der etablierten Parteien nicht mehr glauben", so Enghuber. "Doch jedem muss klar sein: Die AfD markiert zwar Schuldige, hat aber selbst keine konstruktiven Lösungsansätze." 

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Mit den Plakaten "Gegen Hass und Hetze" und Kanzler Olaf Scholz warb die SPD für sich. Ohne Erfolg.
Foto: Barbara Wild

Verlierer des Wahlabends sind im Landkreis klar die Ampelparteien. Selbst wenn man die Stimmen zusammenzählt, schaffen sie es gerade mal auf gute 15 Prozent. Grünen-Kreisvorsitzender Joachim Siegl spricht von einem "dramatischen Ergebnis". Das Kernthema seiner Partei, das Klima, sei nicht mehr so in Mode, erklärt er sich die Entwicklung. "Dabei haben wir in Schrobenhausen doch die vergangenen Tage schmerzlich erlebt, welche Gefahren der Klimawandel birgt", so Siegl, der damit auf die Hochwasserlage anspielt. 

Nach wie vor sei er überzeugt, dass die Politik der Ampel besser sei, als nach außen dargestellt. "Wir haben ein massives Kommunikationsproblem", sagt Siegl. Der Weg für ihn sei deshalb standhaft weiterzumachen, aber deutlich besser darzustellen, was geleistet werde. Der Kanzler dürfe nicht nur zusehen, sondern müsse klare Worte finden. 

SPD-Kreisvorsitzender Widuckel sieht noch eine Chance für seinen Kanzler Olaf Scholz

Werner Widuckel, Kreisvorsitzender der SPD in Neuburg-Schrobenhausen, ist angesichts des sich fortsetzenden Niedergangs seiner Partei im Kreis dann doch relativ gefasst. Er sieht darin den Unmut und die Unsicherheit der Menschen im Land. "Das ist berechtigt, aber zum Teil auch nicht", sagt er. Er ist überzeugt, dass die Bürger die Versäumnisse der Vergangenheit jetzt quittieren. "Zu viel ist zu lange ungelöst", sagt Widuckel - von Wohnungsnot über Bildung bis zur Alterssicherung. 

Was er sich jetzt von seinem Kanzler erwartet? "Der Kanzler muss endlich anfangen, klar darzulegen, wie er führen will", so Widuckel. In seinen Augen sind es die Grünen und die FDP, die mit falschen Schwerpunkten oder Blockadehaltung die Regierungskoalition ruinieren. 

Vorzeitige Neuwahlen wird es in den Augen des Kreisvorsitzenden nicht geben. Allerdings räumt er ein, dass die Wahlen im Osten Deutschlands den Druck noch mal massiv erhöhen könnten. "Die Menschen dort haben anscheinend nach wie vor das Gefühl, vom Westen ignoriert zu werden", so Widuckel. Wer seine eigene Biografie entwertet sieht, der sei ansprechbar für die Parolen der AfD. "Aber Lösungsansätze, wie beispielsweise das Thema Migration im europäischen Konsens geregelt werden kann, sehe ich bisher keine."

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