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Versammlung

19.08.2020

Beklemmende Situation im 100. Jubiläumsjahr

Auszeichnung: Mit Abstand aber mit Ehrenurkunde und Anstecknadel wurden die Jubilare Peter Eigen (von links), Franz Eigen, Anton Schmid, Ludwig Eubel und Alfred Braumandl (von links) beim TSV Burgheim geehrt.
Bild: Peter Maier

Eigentlich wollte der TSV Burgheim heuer groß feiern. Doch die Corona-Krise machte die Planungen zunichte. Wie der Verein und die einzelnen Abteilungen mit den Folgen der Pandemie umgehen

In „normalen“ Zeiten lädt der TSV Burgheim seine Mitglieder im März zur Generalversammlung ein. Mit fünfmonatiger und coronabedingter Verspätung klappte es nun. In das geräumige, coronagerecht bestuhlte, neue Sportheim kamen bei aktuellen Hygieneauflagen 46 TSV-ler.

Vorstandssprecher Hans Dußmann beschrieb die beklemmende Situation in Coronazeiten im 100. Jubiläumsjahr des Vereins. Kein Sport, geschlossenes Heim, ausgefallene Rockparty, abgesagte Jubiläumsfeier mit den Münchner Löwen als sportlicher Höhepunkt, Freundschaftsspiele nach Hygienekonzept und ohne Zuschauer und Zukunft mit Fragezeichen seien erhebliche Herausforderungen für den TSV. Auch 3. Bürgermeisterin Margit Kugler griff das Thema Corona auf. Ein Fußballspiel ohne Fans sei höchst unerfreulich. Trotzdem komme man nicht umhin, die geltenden Regeln zum Schutz der Gesundheit zu beachten.

Für die Jugendfördergemeinschaft (JFG) erläuterte Helmut Wernhard die abgelaufene und die unterbrochene Saison. In der JFG bündeln der TSV Burgheim, der SV Straß, der FC Illdorf und der SV Bertoldsheim ihre Jugendaktivitäten. Aus der A-Jugend, Vizemeister im vergangenen Jahr, wechseln elf Spieler in den Seniorenbereich, sodass in der neuen Saison keine Mannschaft antritt. Auch ein B-Jugendteam ist bis dato nicht gemeldet, zumal dort auch noch ein Trainer fehlt. Die C-Jugend wurde Vizemeister und die D-Jugend erklomm die Tabellenspitze.

Für den Herrenfußball berichtete Matthias Karmann von einem sechsten Platz der ersten Mannschaft in der Kreisliga. Er hoffe, dass man die unterbrochene Saison mit Pokalspielen im Mai 2021 beenden könne. Gleichzeitig kündigte Matthias Karmann an, im nächsten Jahr für diesen Posten nicht mehr zu kandidieren.

Für die Tischtennisabteilung berichtete Peter Bauer, dass der Zelluloidball seit fünf Monaten ruht. Sportlich bewegen sich die drei Herren-und zwei Jugendmannschaften eher auf den hinteren Tabellenplätzen. Die vereinsinternen Meisterschaften konnte der Verein noch rechtzeitig abhalten. Aktuell zählt die Abteilung 27 erwachsene und sechs jugendliche Mitglieder.

Auf 26 Mitglieder, davon 16 Jugendliche, bringt es die Karateabteilung, berichtete Peter Kamphans. Bis zum sportlichen Lockdown war der Abteilungsleiter mit dem Verlauf sehr zufrieden. Regelmäßiges Training und durchweg bestandene Prüfungen von 18 Prüflingen können sich sehen lassen. Seit Juni sind die Karatekas im „Open-Air-Training“ mit regelgerechtem Abstand auf einem Privatgelände.

Von den Stockschützen berichtete Hans Dußmann, dass das Training auf den Asphaltbahnen wieder erlaubt ist. Immer montags treffen sich zwölf bis 20 Stockschützen auf dem Sportgelände. Zum 40. Jubiläum im vergangenen Jahr sanierten die Stockschützen ihre Hütte und veranstalteten ein Jubiläumsturnier mit zwölf Mannschaften aus Burgheimer Betrieben und Vereinen.

Verwaltungsvorstand Benjamin Brandl bedauerte, dass der TSV mit 580 Mitgliedern sechs weniger hat als im Vorjahr. Bei dem umfangreichen sportlichen Angebot des TSV sollte der Verein deutlich über 600 Mitglieder zählen. Das 100. Jubiläum ist auch für 2021 noch nicht geplant. Für das Ehrenamt berichtete Hans Dußmann als Höhepunkt, dass im vergangenen Jahr Herbert Kammerer und der inzwischen verstorbene Willi Artner mit dem DFB-Sonderpreis ausgezeichnet wurden. Bei all den Widrigkeiten berichtete Finanzvorstand Thomas Karmann von geordneten Vermögensverhältnissen. Die Darlehensraten von rund 22.000 Euro wurden bedient und auf den Girokonten etwa 9.000 Euro flüssige Mittel angesammelt. Ein finanzieller Tiefschlag sei die buchstäblich ins Wasser gefallene Rockparty „Viva Brazil.“ Sie fand inzwischen zum zweiten Mal hintereinander nicht statt. Das positive Finanzergebnis erreichte man durch Kostenreduzierungen und dass Bandenwerber und Trikotsponsoren bei der Stange bleiben.

Thomas Karmann, der einst in der Geschäftsstelle des TSV 1860 München arbeitete, versprach: „Die Löwen kommen.“ Man wisse nur noch nicht wann. An die Mitglieder appellierte Thomas Karmann, dem TSV weiter die Treue zu halten. Ein Problem stelle sich im nächsten Jahr, weil die derzeitigen Platzkassiere aufhören. Herbert Etsberger berichtete von der Kassenprüfung, die keine Beanstandungen ergab. Die Mitglieder entlasteten den Vereinsvorstand einstimmig. Das „Problem Fahnenabordnung“ dagegen löste sich in der Generalversammlung. Die „Nachwuchskräfte“ Daniel Schlupf, Maximilian Lenz und Stefan Schmitt halten künftig das Banner hoch.

Für langjährige Mitglieder gab es zum Schluss noch eine Ehrenurkunde und eine Anstecknadel. Vor 25 Jahren traten Alfred Braumandl, Benedikt Feurer und Manuel Pototzky dem TSV bei. Bereits vor 40 Jahren war dies bei Elfriede Austel, Franz und Peter Eigen, Franz Lautner, Manfred Sausel, Anton Schmid, Franz Thum und Adolf Vogel. Das halbe Jahrhundert machten Willibald Brendle und Ludwig Eubel voll.

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