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18.07.2010

Pokal und Titel weg

Geschafft: Erstmals in der bislang achtjährigen Geschichte der Neuburger Fußball-Stadtmeisterschaft sicherte sich Kreisklassen-Aufsteiger SpVgg Unterstall/Joshofen den Meistertitel. Das Bauer-Team besiegte im Endspiel die SpVgg Unterstall/Joshofen mit 3:0. Fotos (3): Dirk Sing
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Geschafft: Erstmals in der bislang achtjährigen Geschichte der Neuburger Fußball-Stadtmeisterschaft sicherte sich Kreisklassen-Aufsteiger SpVgg Unterstall/Joshofen den Meistertitel. Das Bauer-Team besiegte im Endspiel die SpVgg Unterstall/Joshofen mit 3:0. Fotos (3): Dirk Sing

Neuburg Martin Distl war es sichtlich nicht besonders wohl in seiner Haut, als Oberbürgermeister Bernhard Gmehling die Siegerehrung bei der diesjährigen Neuburger Stadtmeisterschaft im Brandlstadion vornahm. Dass dem Spielertrainer des BSV Neuburg und seinem Team der "Titelhattrick" verwehrt geblieben war, da man sich im Endspiel dem neuen Stadtmeister SpVgg Unterstall/Joshofen mit 0:3 geschlagen geben musste, schien dabei noch am ehesten verkraftbar. Dass man im Lager des BSV jedoch den Wanderpokal der Stadt Neuburg, den man im letzten Jahr noch selbst überreicht bekam, nicht mehr rechtzeitig zu dieser Veranstaltung auftreiben konnte, war dann schon (gelinde gesagt) etwas peinlich.

Somit musste sich der Kreisklassen-Aufsteiger (zunächst) mit einem Fünf-Liter-Fass Bier als "Trophäe" begnügen. Die Nachlieferung des "richtigen" Pokals soll dann in nächster Zeit entweder vonseiten des BSV oder - würde man diesen nicht mehr auftreiben können - der Stadt Neuburg (Gmehling: "In diesem Fall müsste die Stadt einen neuen Pokal sponsern.") erfolgen.

Ob dieser dann auch im Jahr 2011 tatsächlich noch ausgespielt wird, erscheint derzeit zumindest fraglich. Denn über den Sinn beziehungsweise sportlichen Wert dieser Veranstaltung - gerade auch im Hinblick auf die Saisonvorbereitung der jeweiligen Vereine - wurde am Rande des rund achtstündigen Turniertages heftig und kontrovers diskutiert. "Aufgrund der Tatsache, dass die Spielzeit nur einmal 35 Minuten beträgt und man sich bei vier Partien jedes Mal neu aufwärmen muss, lassen sich letztlich nicht viele Erkenntnisse gewinnen", meint Tobias Bauer. Ebenso wie die meisten seiner fünf Trainerkollegen setzte der Spielercoach der SpVgg Unterstall/Joshofen auf eine gemischte Truppe, sprich Akteuren aus der ersten und zweiten Mannschaft. "Was wir, vor allem auch dem Wetter geschuldet, heute versucht haben, hat zumindest gut funktioniert. Wir wollten tief stehen und dann überfallartig unsere Konter setzen. Eine Taktik, die wir sicherlich auch in der Kreisklasse häufig anwenden werden", so Bauer, der sich trotz des "überschaubaren Stellenwertes" dieser Stadtmeisterschaft über den Erfolg freute: "Meine Jungs haben hart gearbeitet und sich diesen Turniersieg verdient."

Danach, dass seine Schützlinge bei der nunmehr achten Auflage zum ersten Mal ganz oben standen, sah es zu Beginn aber noch nicht wirklich aus. Bereits im ersten Gruppenspiel gegen den späteren Finalgegner BSV Neuburg musste man sich durch ein Elfmetertor von Christoph Ostermeier mit 0:1 geschlagen geben. Nachdem der freche B-Klassist SC Ried zwischenzeitlich dem BSV ein torloses Remis abgerungen hatte, musste Unterstall/Joshofen im "Gruppen-Endspiel" gegen Ried unbedingt gewinnen, um nicht schon vorzeitig aus dem Rennen zu sein - was mit einem knappen 2:1-Erfolg letztlich auch gelang.

Pokal und Titel weg

Aber auch bei SCR-Coach Sepp Lösch hielt sich die Enttäuschung über das Verpassen des Halbfinals in Grenzen: "Wir konnten einiges ausprobieren, wodurch ich zahlreiche neue Erkenntnisse gewonnen habe. Gerade unsere vielen jungen Spieler haben positiv auf sich aufmerksam gemacht." Allen voran Angreifer Marcel Biermeier. Der Youngster, der eigentlich noch in der A-Jugend randürfte, erzielte nicht nur gegen die SpVgg Unterstall/Joshofen den einzigen Rieder Treffer, sondern legte in der Partie um Platz fünf beim 3:0-Erfolg gegen den SC Feldkirchen gleich noch einen "Dreierpack" beziehungsweise lupenreinen Hattrick nach.

Apropos SC Feldkirchen: Die Mannschaft um den neuen Spielertrainer Fritz Dischinger war nicht nur in diesem Platzierungsspiel, sondern auch in den Gruppen-Duellen mit dem VfR Neuburg (0:1) und FC Zell/Bruck (0:2) chancenlos. Vor allem Zell/Bruck, bei dem Spielertrainer und Torjäger Ricky Markati in den ersten drei Begegnungen das Tor hütete (!), präsentierte sich sowohl gegen Zell/Bruck als auch den Gastgeber VfR Neuburg (2:0) bärenstark. Erst im Semifinale musste man sich dem späteren Sieger SpVgg Unterstall/Joshofen (überraschend) deutlich mit 0:4 geschlagen geben. "Wenn man die Vorrunde so souverän gewinnt, dann ist es natürlich schon enttäuschend, derart deutlich zu verlieren - zumal sicherlich mehr möglich gewesen wäre als der dritte Platz", so FC-Kapitän Dominic Weigl. Nachdem im zweiten Halbfinale der BSV Neuburg das Team der Einheimischen mit 4:3 nach Elfmeterschießen aus dem Bewerb geworfen hatte, wartete im Endspiel erneut die SpVgg Unterstall/Joshofen. Und anders als in der Gruppenphase drehte die Bauer-Truppe diesmal den Spieß um und triumphierte nach Toren von Dennis Columbus (2) und Philipp Schneemeier (Foulelfmeter) mit 3:0, wobei BSV-Coach Martin Distl mit seinem Strafstoß an SpVgg-Schlussmann "Mitsch" Strobel scheiterte.

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