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Totes Kind aus Donau bei Vohburg: Eltern werden gesucht

Großmehring

Totes Kind aus der Donau: Kripo Ingolstadt sucht nach Zeugen

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    Nach dem Fund einer Leiche in der Donau bei Vohburg ist klar: es handelt sich um ein Kind. Einsatzkräfte suchen weiter die Donau ab.
    Nach dem Fund einer Leiche in der Donau bei Vohburg ist klar: es handelt sich um ein Kind. Einsatzkräfte suchen weiter die Donau ab. Foto: Friedrich, dpa

    Einen Tag lang war gar nicht klar, welch grausige Entdeckung ein Paddler am vergangenen Donnerstag tatsächlich gemacht hat. Erst am Freitag stand fest: In der Verpackung, die der Mann mit seinem Paddel aus der Donau bei Großmehring geborgen hatte, weil sie ihm etwas seltsam erschienen war, befand sich eine Leiche.

    Entlang der Donau zwischen Ingolstadt, Großmehring und Vohburg wurde nach Hinweisen zu dem toten Bub gesucht.
    Entlang der Donau zwischen Ingolstadt, Großmehring und Vohburg wurde nach Hinweisen zu dem toten Bub gesucht. Foto: Heinz Reiß

    Seit der Obduktion in der Rechtsmedizin in München weiß man es noch genauer: Es handelt sich bei dem Leichnam um einen kleinen Jungen im Vorschulalter. Allerdings hat laut Polizei niemand ein Kind als vermisst gemeldet, dessen Beschreibung auf den toten Buben zutrifft. Ein Abgleich mit den Datenbanken in ganz Deutschland und den angrenzenden Regionen im Ausland hat bislang zu keinem Treffer geführt. Bei der Kriminalpolizei Ingolstadt wurde zu dem Fall nun eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen „Fluvius“ gegründet.

    Leichenfund auf der Donau: Wer ist der kleine Junge?

    Bis Montagnachmittag fand eine groß angelegte Suchaktion rund um den Fundort an der Donau statt. Boote der Feuerwehr und der Polizei, Taucher und zwei Spürhunde, die mögliche Verwesungsgase erschnüffeln sollten, waren im Einsatz. Zudem suchten Polizistinnen und Polizisten den Uferbereich ab. Die Suche konzentrierte sich auf den Bereich zwischen der Autobahnbrücke der A9 und der Staustufe Vohburg. Laut Polizei waren an die 30 Personen an der Suche beteiligt. Allerdings wurden bislang keine Spuren gefunden, die der Polizei bei ihren Ermittlungen entscheidend weiterhelfen würden, sagt Michael Graf, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt. Dabei hatte der Paddler, der den vermeintlichen Gegenstand auf der Wasseroberfläche treiben sah, sofort nach seinem Fund die Polizei informiert. Wie ist der Junge zu Tode gekommen? Wo ist er ums Leben gekommen? Wie kam seine Leiche in die Donau? Und wer ist der tote Bub aus der Donau überhaupt? All dies sind Fragen, auf die die Polizei in Ingolstadt aktuell noch keine Antworten hat, die sie aber so schnell wie möglich klären will. Nur eines lässt sich bereits sagen: Experten gehen davon aus, dass die Leiche schon länger im Wasser lag und abgetrieben sein muss.

    Noch ist die Todesursache des toten Jungen aus der Donau nicht bekannt

    In den kommenden Tagen und Wochen werden weitere Untersuchungen folgen, die Hinweise auf eine mögliche Todesursache oder zur Identität des Jungen geben sollen. Die Kripo bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer hat seit Beginn des Frühjahrs verdächtige Wahrnehmungen gemacht? Insbesondere Spaziergänger, Wassersportler oder Angler sind aufgerufen, sachdienliche Informationen unter Telefon 0841/9343-0 zu melden.

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