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Nördlingen

14.04.2015

31-Jähriger geht im Vollrausch auf Polizisten los

Vor dem Amtsgericht in Nördlingen stand ein 31-jähriger Mann, der betrunken auf Polizisten los ging.
Bild: Widemann

Mit 3,2 Promille macht sich ein Mann über die B 2 auf den Heimweg, geht auf Polizisten los. Vor dem Nördlinger Amtsgericht hat der 31-jährige Angeklagte große Erinnerungslücken.

Die negativen Auswirkungen von zu viel Alkohol sind bekannt: Orientierung und Reaktionsvermögen nehmen ab, es kommt zu Gleichgewichtsstörungen, Menschen überschätzen sich und reagieren zunehmend gereizt. Trotzdem können manche nicht mit dem Trinken aufhören und geraten mit dem Gesetz in Konflikt. So auch ein 31-jähriger Mann aus dem südlichen Landkreis, der sich vor dem Nördlinger Amtsgericht wegen vorsätzlichen Vollrausches verantworten musste.

Angeklagter ging betrunken über die B 2 nach Hause

Der Angeklagte wollte am 15. November vergangenen Jahres nur noch nach Hause. Als er mit seinen Kumpels Karten spielte, floss bei ihm der Alkohol reichlich. Wie viel er trank, daran konnte er sich nicht mehr erinnern. Ein paar Bier und ziemlich viel Schnäpse seien es aber auf jeden Fall gewesen, sagte der 31-Jährige. Für den Nachhauseweg wollte er spätabends die vierspurige Bundesstraße 2 nutzen – zu Fuß. Eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife nahm den stark angetrunkenen Mann mit nach Hause. Ein späterer Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,2 Promille. Der Angeklagte machte wegen seines Alkoholkonsums bereits eine Therapie – wenig erfolgreich.

Auf dem Weg zu seiner Wohnung wurde der Angeklagte zunehmend aggressiver und beleidigte einen Polizisten. Da der 31-Jährige trotz mehrfacher Aufforderung nicht in seine Wohnung gehen wollte, nahmen ihn die beiden Polizisten in Gewahrsam. Dabei schlug der Angeklagte wild um sich, sagte ein Polizist. Als er den Mann in den Streifenwagen setzen wollte, versuchte der Angeklagte ihn mit dem Fuß ins Gesicht zu treten. Als ihn der Beamte anschnallen wollte, wollte ihm der Mann einen Kopfstoß verpassen – aber erneut konnte der Polizist ausweichen. Auf der Fahrt nach Augsburg wurden die Beamten zudem mehrfach als „Depp“ bezeichnet.

31-jähriger hat langes Vorstrafenregister

Der Angeklagte ist kein Unbekannter beim Nördlinger Amtsgericht. Der 31-Jährige hat bereits elf Einträge im Bundeszentralregister – von mehrfacher Trunkenheit im Straßenverkehr, Sachbeschädigung, versuchter Körperverletzung, Bedrohung sowie fahrlässigen Vollrausches. Da der Angeklagte erheblich vorbestraft ist, forderte Staatsanwalt Johannes Pausch eine neunmonatige Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollte, sowie eine Therapie. Rechtsanwältin Veronika Tauchert sah dies naturgemäß anders. Da die letzte Tat bereits vor vier Jahren gewesen sei, hielt sie eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 30 Euro für angemessen.

Richterin Miriam Schmitt-Wüstenhagen orientierte sich jedoch am Antrag des Staatsanwaltes, da der Angeklagte wisse, dass er unter Alkoholeinfluss Straftaten begehe. Der 31-Jährige wurde wegen vorsätzlichen Vollrausches zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wird. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre.

Außerdem muss er eine Therapie beginnen und eine Geldbuße in Höhe von 500 Euro an den Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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