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Oettingen

16.08.2020

Abschluss des Kultursommers in Oettingen

Die Roten Hosen (von links) Judith, Constanze, Elisabeth Laznicka und Bürgermeister Thomas Heydecker
Bild: Peter Urban

Plus Die Organisatoren verlegen die Open-Air-Musik-Schatz-Suche spontan nach drinnen – mit einigen Überraschungen.

Es sollte der krönende Abschluss des ersten Oettinger Kultursommers werden, die geplante Open-Air-Musik-Schatz-Suche als eine Art Wanderkonzert, bei der die Besucher von Spielort zu Spielort spazieren und es sich auf Klappstühlen oder Picknickdecken vor den Künstlern gemütlich machen können. Doch die Wettervorhersage hatte das Veranstaltungsteam um Ulla Stiegler und Anja Friedel verunsichert, sodass die drei „Konzert-Quickies“ kurzerhand Indoor stattfanden.

Dass diese Vorsichtsmaßnahme wegen des doch guten Wetters überflüssig war, ist zwar schade, tat aber der Stimmung unter den insgesamt, in vier Gruppen aufgeteilten, etwa 120 gut gelaunten Zuhörern keinen Abbruch. So traf man sich zwar jeweils pünktlich zu den vorab vereinbarten Startterminen im ehemaligen Krone-Biergarten, wurde aber sodann von den „Tour-Guides“ zu den jeweiligen Ausweichquartieren geführt. In der ersten Station der Überraschungskonzerte, im Rathaus, erwartete die Besucher Bürgermeister Thomas Heydecker. Doch nicht, um die vermeintliche Begrüßungsrede zu halten, sondern um zusammen mit seinen zwei Schwestern Constanze und Judith und seiner Mutter Elisabeth Laznicka ein A-Capella-Konzert zu geben. „Die Roten Hosen“ nannte sich die Formation und sang fünf Lieder für vierstimmige Chorsätze des Komponisten Lorenz Maierhofer. Sehr schöne Performance, großer Applaus, aber keine Zugabe, da die nächsten Überraschungsgäste ja schon kamen.

Die nächste Station war die evangelische Kirche St. Jakob, wo Annika Körner (Violine), Lena Dantonello (Violine) und der Nördlinger Dirigent der Stadtkapelle Oliver Körner (Klarinette) mit ebenfalls fünf meisterhaft interpretierten Stücken aus Klassik, Jazz und Klezmer aufwarteten: Gänsehaut-Atmosphäre. Nur schwer konnte man sich von der Location losreißen, um dann zur Alten Turnhalle hinter dem Heimatmuseum zu gelangen. Hier herrschte ein ganz anderer Ton, hier beherrschten Verstärker, Gitarre und Keyboard die Szenerie: Sandra Exner (Keyboard, Gesang) und Klaus Waber (Gitarre) versetzten das Publikum vom ersten Akkord an in Partystimmung: Andrea Berg, Uriah Heep und Tina Turner waren hier die Vorbilder, die die beiden Künstler des Duos „SK Music“ coverten. Viel zu schnell ging die erste Oettinger Musik-Schatz-Suche hier schon zu Ende, der eindeutige Tenor der Besucher war der, dass man sich gerne noch eine weitere „Wander-Runde“ gegönnt hätte. Eine wirklich gelungene – und bestens durchorganisierte – Idee der Stadt Oettingen, die geradezu nach einer Fortsetzung im nächsten Jahr schreit.

Dann hoffentlich ohne Corona-Abstandsregeln und Mundschutz-Pflicht. Und gerne mit ein paar Stationen mehr, gerade die Vielfalt und die unterschiedlichen Musikstile machen dann den einzigartigen Reiz dieser Veranstaltung aus. Wie sagte Bürgermeister Thomas Heydecker vor seinem ersten öffentlichen Auftritt als Sänger ganz treffend: „Das hier ist eine Gelegenheit, einem möglichst breiten Publikum ein möglichst breites Spektrum an Musik näherzubringen.“ Das ist schon beim ersten Mal gelungen, einem zweiten Schritt wird man sehr gerne entgegensehen.

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