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Basketball

07.03.2021

Angels verlieren Boden im Kampf um Playoff-Plätze

Tori Waldner war zwar Turm in der Schlacht mit 17 Punkten und 10 Rebounds, vergab aber am Ende der regulären Spielzeit zwei Freiwürfe.
Foto: Jochen Aumann

Plus Die Nördlingerinnen kämpfen sich nach schlechtem Start in die Partie zurück. Doch das reicht am Ende nicht.

Angels in Pink. Lions in Pink. Kampfgericht in Pink. Niederlage in Pink. Das Heimspiel am 21. Spieltag der 1. Basketball Bundesliga stand unter dem Motto Pink Ribbon, dem unverkennbaren Symbol im Bewusstsein gegen Brustkrebs. Ziel ist es, gemeinsam die Sensibilität für Brustkrebs und die so wichtige Früherkennung zu stärken. Auch die Gäste aus Halle erklärten sich spontan solidarisch und wärmten sich ebenfalls in Pink auf. Damit war die Solidarität dann aber auch vorbei.

Der Tabellenelfte aus Sachsen-Anhalt war nicht ins Ries gekommen, um solidarisch Punkte abzuliefern. Mit einer schnellen 5:0-Führung und entsprechendem Selbstbewusstsein machten die Hallenserinnen dies von Anfang an klar. Lions-Kapitänin Grudzien spielte sich den Frust der Freitagspartie geradezu von der Seele, als sie nach wenigen Minuten disqualifiziert worden war.

Die Angels holen im ersten Viertel noch auf

Mit elf Punkten im ersten Viertel war sie der Funke, der das Offensivspiel der Gäste zündete. Erst als Julia Köppl ihre Bewachung übernahm, stand die Rieser Defensive besser und die Österreicherin war es auch, die die Aufholjagd der Nördlinger Angels initiierte bis es nach zehn Minuten 22:22 stand.

Im zweiten Viertel kamen die Angels endlich ins Laufen. Ausgangspunkt einiger sehenswerter Schnellangriffe war aber natürlich die Nördlinger Verteidigung. Punktemäßige Nutznießer waren häufig die Innenspielerinnen, wenn der Ball letztlich unter den Korb zu Leaphart, Waldner oder Köppl gepasst wurde. Point Guard Laken James agierte hier mit gutem Instinkt für die richtigen Passoptionen und sie war es letztlich auch, die mit einem glücklichen Buzzerbeater-Dreier den Halbzeitstand von 46:42 herstellte.

Zwischenzeitlich führen die Angels, doch Halle gleich wieder aus

Im dritten Viertel gelang es den Lions, eine zwischenzeitliche Zehn-Punkte-Führung der Angels wieder zu egalisieren, sodass man zu Beginn des Schluss-Abschnitts quasi wieder bei null anfing, oder genauer bei 56:56. Kein Wunder, dass es kurz vor Ende der Partie immer noch extrem eng zuging.

Immer wenn die Angels eine Coronal-Pause hatten, brauchen Sie wieder Einspielzeit um Spiele gewinnen zu können. Das enge Spiel gegen Halle war  erneuter Beweis dafür. Nach Verlängerung unterlagen sie knapp und waren zurecht sehr enttäuscht.
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Kampf stimmt, Glück hat gefehlt
Foto: Jochen Aumann

Halles englische Nationalspielerin Simpson besorgte eine Minute vor Schluss per Dreier die 70:69-Führung der Gäste. Da saß Nördlingens Leaphart längst mit fünf Fouls auf der Bank. Dasselbe Schicksal ereilte auch Halles Beste, Grudzien, nach einer konzentrierten Offense der Angels. Waldner und Meynadier drehten das Match erneut für die Angels: 72:70.

Nördlinger Angels verlieren mit 76:78 gegen Halle

Doch die Lions hatten bessere Nerven an der Freiwurflinie, trafen ihre Würfe von dort im Gegensatz zu Nördlingens Waldner und brachten das Spiel in die Verlängerung. Sie bekamen allerdings auch in Summe 36 Freiwürfe zugesprochen – gegenüber nur 16 bei den Angels, ein Faktor, der am Ende durchaus ausschlaggebend war.

Mittlerweile hatte auch Julia Köppl ihre fünften Foulpfiff bekommen, sodass Coach Imreh mit Laura Geiselsöder auf der großen Position spielte. In der Overtime agierten die Xcyde-Girls zusehends unglücklich, bekamen auch die Foul-Calls nicht mehr, die sie sich gewünscht hätten, und mussten am Ende den Gästen mit 76:78 (22:22, 24:20, 10:14, 16:16, 4:6) die Punkte überlassen, die sie so dringend gebraucht hätten, um sich am Play-Off-Platz acht in der Tabelle festzutackern.

Die nächste Gelegenheit, diese doch noch zu ergattern bietet sich bereits am Mittwoch, wo das nächste Heimspiel auf dem Programm steht.

So spielten die Angels: Selma Yesilova (n.e.), Magaly Meynadier (9), Levke Brodersen (3), Laken James (11), Anneke Schlüter (10), Respect Leaphart (13), Victoria Waldner (17, 10 Rebounds), Julia Köppl (5), Laura Geiselsöder (6), Mona Berlitz und Amenze Obanor (2).

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