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Veranstaltung

06.02.2020

Ausverkaufter Konzertstadl mit „Les For me-dables“

Das Quartett „Les For me-dables“ bilden (von links) Frank Eisele am Akkordeon, Christian Brinkschmidt am Kontrabass, Marc Delpy als Sänger an der Gitarre und Regina Büchner am Saxophon
Bild: Dieter Mack

Quartett aus dem Stuttgarter Raum mit einer sehr persönlichen Note in Reimlingen

Das war doch mal ein gelungener Griff in die Schatzkiste der französischen Chansons. In einem restlos ausverkauften Konzertstadl interpretierte das „formidable“ Quartett aus dem Stuttgarter Raum weltbekannte Stücke wie „C ‘est si bon“, „La mer“ oder „Sous le ciel de Paris“.

„Les For me-dables“ (man beachte die Schreibweise) ist ein Ensemble, das sich der Musik aus unserem Nachbarland Frankreich mit Herz und Seele verschrieben hat. Doch auch mit eigenen Kompositionen spannen sie einen weiten Bogen von Swing bis hin zum Bossa Nova. Auf den ersten Blick fällt ihre Kleidung beziehungsweise die Kopfbedeckung der Musiker auf. Sie alle tragen die für Frankreich so typischen Mützen. So „behütet“ präsentieren sie sich charmant, stilvoll und bewusst auch ein wenig retro. Das Publikum nimmt dies dankbar entgegen und viele Konzertbesucher zeigen sich bei den Gassenhauer dieser Musik erstaunlich text- und melodiesicher. Es ist schon ein besonderes Flair, welcher dieser Musik innewohnt. Und wer kennt sie nicht die Lieder einer Edith Piaf in denen sie Paris, den Himmel und natürlich die Liebe besingt.

Da stört es auch nicht im Geringsten, dass das Ensemble nur einen waschechten Franzosen aufweisen kann. Marc Delpy, Gitarrist, Sänger und Bandleader, ist in Toulouse aufgewachsen und ein für die damalige Zeit typischer Autodidakt, der sich sein Können im Selbstunterricht beigebracht hat. Der Liebe wegen kommt er 1986 nach Deutschland, und trifft dort im Laufe der Zeit auf die anderen Bandmitglieder. Diese stammen alle aus dem Großraum Stuttgart wie auch der Akkordeonist Frank Eisele. Ihm könnte man stundenlang zuhören und sich von seinen einfühlsam gespielten „Vals Musette“ in den Pariser Frühling träumen. Dabei spielt er auch durchaus virtuos und läßt schon mal die Finger über die Tasten flitzen. Am Kontrabass steht Christian Brinkschmidt. Sein „walking bass“ – typisch für den Jazz – zeigt sich bestens gespielt als tragende Säule. Ihn könnte man sich auch als „Mr. Pokerface“ in jeder „Kartelrunde“ vorstellen, so cool wie er seinen Bass spielt. Mit der Saxophonistin Regina Büchner ist das Quartett dann auch komplett. Sie glänzt ein ums andere Mal mit herausragenden Soli sowie bestens temperierten „fill ins“ und verleiht dem Sound des Quartetts ihre ganz persönliche Note.

Natürlich waren Zugaben fällig, darunter auch das wohl bekannteste Chansons das einer Prachtstraße in Paris gewidmet ist, den berühmten „Champs Élysée“. Da durfte auch das Publikum wieder mitsingen. Mit der Verpflichtung von „Les For me-dables“ kann man dem Nördlinger Kulturforum durchaus einen gelungenen Ausflug nach Frankreich attestieren. „Chapeau!“, würde man dort sagen. (ce)

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