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Musik

26.10.2017

Bachs h-Moll in Sankt Georg

Besonderes Konzert am Reformationstag in Nördlingen

Bachs geistliche Vokalmusik hat sich wie ein roter musikalischer Faden durch die Veranstaltungen zum 500-jährigen Reformationsjubiläum in Nördlingen gezogen. Nach einem Zyklus von Gottesdiensten mit Kantaten zu Lutherliedern und der Matthäuspassion endet nun das Festjahr mit einem weiteren großen Konzert: Am Dienstag, 31. Oktober erklingt um 18 Uhr in der Nördlinger St. Georgs-Kirche die Messe in h-Moll von Johann Sebastian Bach. Unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Udo Knauer musizieren der Kammerchor St. Georg, das Orchester „La Banda“ sowie Stephanie Krug, Anna Haase von Brincken, Christian Rathgeber und Thomas Gropper.

Die h-Moll-Messe gehört zu den bedeutendsten geistlichen Kompositionen überhaupt. 1748, zwei Jahre vor seinem Tod, stellte Bach eine komplette Vertonung des lateinischen Messordinariums zusammen. Den Kern bildete seine „Missa“, bestehend aus Kyrie und Gloria, die er 1733 zu Ehren des neuen sächsischen Kurfürsten Friedrich August II. komponiert hatte. Die Musik für die weiteren Teile entnahm Bach aus Kantaten oder schrieb sie neu. Trotz dieser Art Patchwork könnte die Beziehung zwischen Texten der lateinischen Messe und der Musik des lutherischen Kantors tiefgründiger nicht sein. Jenseits aller konfessionellen Schranken zeugt die h-Moll-Messe von der Kraft des Glaubens und ist zugleich ein zeitloses Vermächtnis von Bachs einzigartiger Tonkunst.

Mit 18 teilweise sehr umfangreichen Chorsätzen stellt die h-Moll-Messe eine Herausforderung für einen Laienchor dar. Der Kammerchor St. Georg, 1995 von Knauer gegründet, befasst sich zwar vornehmlich mit a-cappella-Musik, ließ aber auch unter anderem mit Monteverdis Marienvesper aufhorchen. Für das aktuelle Projekt konnten über 50 versierte Sänger gewonnen werden. Mit dem Orchester „La Banda“, steht dem Chor ein routinierter wie kompetenter und spielfreudiger Partner zur Seite. Für die Arien und Duette wirken namhafte Solisten mit: Stephanie Krug (Sopran) studierte am Mozarteum und arbeitet mit renommierten Partnern wie dem Concentus Musicus oder der Wiener Akademie zusammen. Anna Haase von Brincken (Alt) studierte in Tel Aviv. Nach Opernproduktionen unter anderem bei den Salzburger Festspielen widmet sie sich dem Konzertfach von Monteverdi und Bach bis hin zu Uraufführungen. Christian Rathgeber (Tenor), der seine Wurzeln im Windsbacher Knabenchor hat, legt seinen Schwerpunkt auf die Tenorpartien der „Alten Musik“, was ihm eine umfangreiche Konzerttätigkeit in ganz Deutschland ermöglicht. Thomas Gropper (Bass) ist seit 2001 Professor für Gesang und Sprecherziehung an der Hochschule für Musik in München. Als Solist bei Oratorien, Messen und Passionen hat er alle bedeutenden Bass- und Baritonpartien gesungen. (pm)

gibt es bei der Tourist-Information (Telefon 09081/84116) und am 31.10. an der Abendkasse ab 17 Uhr.

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