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Basketball

14.10.2020

Basketballerinnen der Xcyde Angels: Zuschauer haben’s in Corona-Zeiten nicht leicht

So stimmungsvoll sah es vor Corona bei Basketball-Spielen in der Hermann-Keßler-Halle aus. Aber derzeit herrschen andere Regeln.
Bild: Jochen Aumann

Plus Online-Tickets, Abstand und Schlachtruf-Verbot: Was Fans der Angels-Basketballerinnen am kommenden Wochenende beim Pokalfinale alles beachten müssen.

Die Tage, als man als Zuschauer von Sportveranstaltungen kurz entschlossen zur Halle schlenderte, sich ein Ticket mit seinem Klimpergeld kaufte und sich dann mit einem Weißbier in der Hand einen Platz in der Halle suchte, sind definitiv vorbei. Man hat’s nicht leicht als Sportfan und muss sich einiges gefallen und noch mehr einfallen lassen.

Es geht schon los beim Ticketkauf. Denn Abendkassen gehören der Vergangenheit an. Langfristige Planung ist gefragt und ein gewisses Know-How im Umgang mit dem Internet. Tickets für ein Angels-Spiel müssen zum Beispiel über den Anbieter Vivenu gebucht werden. Dabei gilt es schnell zu sein, denn das Kontingent an Tickets ist begrenzt und wer hat schon Zeit und Gelegenheit am Montag morgens um Zehn sich durch Internetseiten zu klicken und Pflichteingaben korrekt einzutippen?

Viele Regeln und viel zu beachten

Für den stolzen Besitzer eines gültigen Tickets ist damit noch lange nicht alles in Butter. Denn es bedarf noch einiges an Planung und Kreativität. Zunächst darf am Spieltag das Mitführen des Personalausweises nicht vergessen werden. Am Eingang wird überprüft, ob der auf dem Ticket aufgedruckte Name identisch ist mit dem Inhaber desselben. Eine Mund-Nasen-Bedeckung dabei zu haben, ist zwar schon zur Normalität geworden, eine Maske, deren Aufdruck die Zugehörigkeit zu einem Fanblock ausweist, unterscheidet aber den Normalo-Fan vom Extra oder gar Ultra. Sind diese Vorbereitungen und Hürden alle überwunden und der gebuchte Platz eingenommen, heißt es noch, sich zusammenzureißen. Lautes, Aerosol-freisetzendes Rufen, Singen und Anfeuern ist zu unterlassen. Gut, wer sich vorab schon kreative Gedanken gemacht hat und eine oder mehrere Möglichkeiten parat hat, um sein Team zu „pushen“, seien es Kochtöpfe mit Kochlöffeln, Ratschen, Klatschpappen oder sogar spezielle Handy-gesteuerte elektronische Krachmacher. Darüber hinaus sind unnötige Wege in der Halle zu unterlassen und wenn man wirklich mal muss, dann natürlich nur mit Maske, maximalem Abstand und einer Desinfektions-Hand-Dusche danach. Nach dem Spiel Abklatschen mit den Spielerinnen? Ausgeschlossen! Small Talk mit dem Coach? Verboten!

Aber all diese Unbill nimmt der geneigte Fan gerne in Kauf um das geliebte Erlebnis Live-Sport zu genießen. Endlich wieder am Spielfeldrand, ganz nah am Geschehen, mittendrin, statt nur am Bildschirm dabei. Das gewisse Fan-Feeling, der Schulterschluss mit Gleichgesinnten, die bedingte Einflussnahme auf das Spielgeschehen und das unmittelbare Erleben der Aktionen mit allen Sinnen. Das ist dem wahren Fan einiges wert, und irgendwann, irgendwann kommen auch mal wieder andere Zeiten. Vielleicht.

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