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Debatte

15.07.2019

Bauausschuss gegen Sperrung der Wörnitzinsel

Das Kneippbecken in Oettingen soll auch während der Baustelle im Freibad zugänglich bleiben.
Bild: Verena Mörzl

Wegen der Bad-Sanierung ab September sind noch einige Fragen offen. Freiwillige Helfer für Minigolf gesucht

Die Oettinger Wörnitzinsel ist für Besucher wie Einheimische ein beliebter Ort, um Ruhe zu finden, abzuschalten. Um spazieren zu gehen oder vielleicht eine Partie Minigolf zu spielen. Und im Sommer, ganz klar, da lockt das Naturfreibad an der Wörnitz. Ab September entsteht auf der Insel eine von Oettingens größten Baustellen. Das Naturfreibad wird aufwendig saniert. Und weil auf solch einer Baustelle Gefahren lauern und es in den Augen von Stadtbauamt und Bürgermeisterin einfach viel zu heikel wäre, den Minigolf- oder Kioskbetrieb aufrechtzuerhalten, wenn die Baumaschinen zwischen Schießwasen und Freibad fahren, bleiben die attraktiven Freizeitmöglichkeiten ab September zu.

Der Kioskbetreiber, der sonst auch nach der Badesaison an schönen Tagen Bier oder Spezi an seine Besucher ausgeschenkt oder Eis verkauft hat, bat in einem Antrag an den Bauausschuss nun um eine Sondergenehmigung, um am Bolzplatz einen provisorischen Ausschank zu errichten. Das Gremium lehnte diesen Wunsch jedoch ab. Stadtbaumeister Klaus Obermeyer erklärte, warum: „Jeder Fußgänger oder Fahrradfahrer ist hier nicht ausreichend gesichert.“ Von den Architekten sei sogar gewünscht worden, die gesamte Wörnitzinsel zu sperren. Obermeyer führte aus, dass dieses Anliegen allerdings nicht umsetzbar sei, außer die Stadt stelle am Eingang einen „Wächter“ ab. „Man soll das Kneippbecken nutzen können“, sagt Obermeyer. Bürgermeisterin Petra Wagner wollte das Gremium wissen lassen, dass die Verwaltung den Wunsch des Kioskpächters verstehe. Aber: „Das Risiko ist viel zu groß.“ Klaus Winter fragte, ob es nicht möglich wäre, dass sich der Kioskbesitzer mit den Stockschützen in Verbindung setze, um seinen Verkauf im Zugangsbereich der Insel fortzusetzen. Wagner entgegnete, dass dieser Vorschlag bereits an den Mann herangetragen worden sei. Stadtrat Rudolf Löhe wies darauf hin, dass es wohl trotzdem Neugierige geben werde, die sich die Freibad-Baustelle ansehen und diese trotzdem betreten würden. Wagner stellte deshalb die Idee vor, Baustellenführungen anzubieten, „sodass sich interessierte Bürger informieren können“.

Löhe regte außerdem an, einen freiwilligen Helfer zu suchen, der sich um die Sauberkeit der Minigolfanlage kümmern soll. Wagner sagte, dass auch die Verwaltung bereits auf der Suche sei, beispielsweise auch für die Kasse im Freibad. Auf die Ausschreibung der Stadt hätte sich jedoch niemand gemeldet. Wagner könnte sich vorstellen, dass der Helfer oder die Helferin beispielsweise für jeden Dienst mit dem Laubbläser eine Minigolfkarte bekommen könnte. Der Dienst würde noch bis September in Anspruch genommen werden.

Bauamtschef Obermeyer erklärte, dass sich der Bauhof nicht jeden Tag um die Minigolfanlage kümmern könne, was bislang ein ehrenamtlicher Helfer übernommen habe.

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