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Bauen

30.09.2019

Bauprojekte in Oettingen und den Stadtteilen diskutiert

Links neben der Straße Am Anger soll im Oettinger Stadtteil Niederhofen ein kleines Baugebiet mit vier Parzellen entstehen.
Bild: Verena Mörzl

Stadtrat beschließt „Urbanes Gebiet“ und spricht über ein neues Baugebiet in Niederhofen.

Der Oettinger Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Bebauungsplan für das im Landkreis bislang einzigartige „Urbane Gebiet“ beschlossen und über ein neues Baugebiet in Niederhofen gesprochen.

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Wie berichtet, will die Firma Taglieber neben einer Fertighaussiedlung auch Wohnungen für Angestellte bauen. Die Stadt Oettingen will auf die Initiative von Erwin Taglieber (er durfte bei diesem Tagespunkt als Stadtrat nicht abstimmen) eine neue Form der Stadtplanung für die Stadt angehen, das „Urbane Gebiet“. In solch einer Siedlung ist es möglich, neben Wohnraum auch Gewerbe anzusiedeln. In Oettingen werden das vermutlich Musterhäuser und Bürogebäude sein, die neben Wohnungen entstehen. Wie Geschäftsstellenleiter Günther Schwab in der jüngsten Stadtratssitzung sagte, sei das Wohnen in diesem neuen Viertel zwischen Bahnhofweg und der Firma Taglieber, das die Form eines Pizzastücks hat, wegen der Emissionen nur in einem bestimmten Bereich möglich. Dort sollen künftig aber nicht nur Taglieber-Personal oder Lehrlinge eine Wohnung finden, sondern alle Bürger. Das neue Viertel soll über den Bahnhofweg angeschlossen werden, Schwab will eine Anbindung über die Bundesstraße 466 zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausschließen. Der Stadtrat hat den Bebauungsplan ohne Veto zugestimmt.

In Niederhofen entsteht das Baugebiet „Am Anger Süd“

Eigentlich wollte das Gremium auch die Aufstellung des Bebauungsplans für ein neues Wohngebiet im Oettinger Stadtteil Niederhofen beschließen. Diese Entscheidung wurde allerdings wegen eines Einwands von Stadtrat Bernhard Raab (SLO) vertagt. Geplant sind vier neue Bauplätze für das Gebiet „Am Anger Süd“ im Anschluss der Straße Am Anger. Weil noch bis Ende dieses Jahres die Möglichkeit besteht, das Baugebiet im sogenannten „Beschleunigten Verfahren“ zu planen, müsste die Stadt keine ökologischen Ausgleichsflächen schaffen. Die Größe der Grundstücke liege zwischen 780 und 853 Quadratmetern. Günther Schwab erklärte, dass eingeschossige Häuser mit Satteldach oder zweigeschossige Gebäude mit einem flachgeneigten Dach gebaut werden können sollen. Auf jede Parzelle will die Stadt Regenwasserzisternen errichten. Raab sagte, dass die bisherige Festsetzung der Höhe der Gebäude nicht praktikabel sei und geändert werden müsse, so wie es in der bestehenden Siedlung auch gehandhabt worden sei. „Wir können nicht das halbe Grundstück abtragen, um eine gerade Fläche zu bekommen“, führte er weiter aus, und man könne ein Gebäude auch nicht einen halben Meter tief in die Erde setzen, er nannte das Stichwort Oberflächenwasser. Bürgermeisterin Petra Wagner gab das Thema noch einmal in den Bauausschuss, um die Höhe der Gebäude zu ändern, wies aber auch darauf hin, den Beschluss wegen der Sonderregelung noch in diesem Jahr zu fassen.

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