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Nördlingen

12.08.2020

Bayern-Bahn will Umbau der Gleise am Nördlinger Bahnhof nicht grundsätzlich verhindern

Der Umbau der Bahnsteige in Nördlingen wird vor dem Verwaltungsgerichtshof verhandelt.
Bild: David Holzapfel

Der Geschäftsführer der Bayern-Bahn, Andreas Braun, äußert sich zu den Verwürfen gegen seine Klage vor dem Verwaltungsgerichtshof. Das Unternehmen hatte Widerspruch gegen die Genehmigung der Bauarbeiten am Nördlinger Bahnhof eingelegt.

Der Geschäftsführer der Bayern-Bahn, Andreas Braun, hat sich gegen Vorwürfe in der Öffentlichkeit verwahrt, wonach er durch seine Klage vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einen behindertengerechten Umbau der Gleisanlagen am Nördlinger Bahnhof grundsätzlich verhindern wolle.

Wie berichtet, wehrt sich das private Eisenbahnunternehmen gegen die aus seiner Sicht erheblichen Einschränkungen der eigenen Verkehre, die durch die geplante Verkürzung der Bahnsteiglänge auf 140 Meter und die Erhöhung der Bahnsteige von 55 auf 76 Zentimeter eintreten würden. Letzteres hätte für die Fahrgäste beim Verlassen der Museumszüge ein „Hochsteigen“ zur Folge, was alles andere als barrierefrei wäre.

Verkürzung der Bahnsteiglänge: "Fatales Signal"

„Wir begrüßen die Modernisierung der Bahnanlage, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass nach Jahrzehnten der Vernachlässigung endlich auch die Barrierefreiheit berücksichtigt werden soll“, erklärte Braun gegenüber unserer Zeitung. Allerdings richte sich die Bayern-Bahn gegen bereits vor über zehn Jahren geplante Umbauten, die weder aktuellen noch die zukünftigen Anforderungen an die aktuellen Verkehrsbedürfnisse erfüllten.

Bayern-Bahn will Umbau der Gleise am Nördlinger Bahnhof nicht grundsätzlich verhindern

Die vorgesehene Verkürzung der Bahnsteiglängen bezeichnet Andreas Braun als „fatales Signal“ für den Bahnverkehrs der Großen Kreisstadt. Längere Züge sowie insbesondere die ab 2022 geplante IRE-Verbindung von Go Ahead aus Baden-Württemberg bis ins Ries könnten dann Nördlingen gar nicht mehr anfahren, weil für einen Halt 140 Meter nicht ausreichten. Auch wäre die Anbindung der Stadt an den überregionalen Fernverkehr mit verkürzten Bahnsteigen kein Thema mehr. Von daher verwundere ihn die Haltung des Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange, der die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes, die Forderung der Bayern-Bahn auf Aussetzung der Umbauarbeiten in der geplanten Form abzulehnen, begrüßt habe.

Braun zeigte sich dennoch kompromissbereit. „Wenn wir uns mit der Deutschen Bahn auf eine allen zukünftigen Belangen entsprechende Lösung einigen könnten, besteht immer die Möglichkeit, das Klageverfahren im gegenseitigen Einvernehmen einzustellen.“

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