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Bürgerversammlung

06.11.2019

Bürger in Heuberg sprechen über B466 und ihre Bude

Die umgestaltete Bude Heuberg wurde im September eingeweiht.
Foto: Corinna Grimmeißen (Archivbild)

Bei der Bürgerversammlung in Heuberg würdigt Petra Wagner die Eigenleistung der Bürger.

Heuberg 178 Einwohner hat Heuberg, seit 1973 sind die „Südstaatler“ ein Ortsteil von Oettingen. Fast ein Drittel davon, nämlich knapp über 50, waren bei der Bürgerversammlung am Montagabend im proppenvollen Saal des Feuerwehr-Gerätehauses anwesend, als Bürgermeisterin Petra Wagner berichtete, was Stand der Dinge im Stadtgebiet Oettingen ist.

Mehr als eine Stunde referierte die Rathauschefin über Vorhaben, Bevölkerungsentwicklung, Haushalt, Schuldenabbau, Überschüsse und damit die Möglichkeiten der Stadt, neue Investitionen zu tätigen. Rund 13 Millionen Euro umfasse der Verwaltungshaushalt, der Schuldenabbau sei im „grünen Bereich“, wie sie sagte. Vier bis fünf Millionen Euro also könne die Stadt im Jahr ausgeben. Wofür, auch dazu hatte Petra Wagner Präsentationsfolien mitgebracht: Straßenbau, Reparaturen, Sanierungen und vieles mehr. Auch das derzeit größte Thema, die Krone, sprach die Rathauschefin an: sie sagte, dass die Entscheidung für den Kauf und eine Beteiligung der Stadt bei der Sanierung alternativlos gewesen sei. „Wir würden diese große Förderungssumme, mit der wir jetzt arbeiten können, wohl nie wieder bekommen, wenn wir jetzt nicht zugegriffen hätten.“

Bude Heuberg: Grandiose Eigenleistung der Dorfgemeinschaft

Danach leitete Bürgermeisterin Wagner auf die Belange Heubergs über, zeigte sich sehr angetan von der Eröffnungsfeier der „Bude Heuberg“ und vor allem von der grandiosen Eigenleistung der Dorfgemeinschaft, auch wenn sie lächelnd bemerkte, dass die Bude, dem Alter der Helfer nach, eher „ein Haus für alle Heuberger, statt primär für die Jugend“ sei.

Für Lacher im Publikum sorgte die Posse um den vermeintlichen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, der zwar umfangreiche Erdarbeiten auslöste, aber keinen Fund zutage förderte. Wagner berichtete außerdem, dass für den Standort der Bushaltestelle verschiedene Alternativen (mit Ortsbegehungen) geprüft wurden, aber letztlich alles beim Alten bleiben müsse, weil der Platz hinter der Kirche der für die Schüler sicherste ist. Sie versprach auch, das Problem Spielplatz („Das ist ein Spielplatz, der nicht spielbar ist, da muss umgehend was passieren“) in Absprache mit Eltern und Betroffenen anzugehen und genauso bat sie die Bevölkerung um Ideen oder Vorschläge, was aus dem Lagerhaus Heuberg werden solle.

Neues Baugebiet: Der erste Bauplatz ist verkauft

Zum Baugebiet „Gartenäcker Süd“ erklärte Wagner, dass der erste Bauplatz verkauft sei, deshalb beginne Anfang nächsten Jahres die Erschließung. Was einen der Anwesenden zu der Bemerkung veranlasste, das Neubau-Thema in Heuberg sei „ja nun wirklich kein Erfolgsmodell, da hätte die Stadt von sich aus mehr tun müssen.“ Eine Meinung, die kurz Differenzen auslöste, weil sie von den meisten Anwesenden nicht geteilt wurde. Der letzte Tagesordnungspunkt „Fragen/Anliegen/Wünsche“ befasste sich mit Einzelthemen, etwa die unglückliche Lösung bei der Abbiegung von der Bundesstraße 466, wo die Leitplanken so nah am Straßenrand stehen, dass zwei etwas größere Fahrzeuge nicht aneinander vorbeikämen.

Auch die abknickende Vorfahrt in Heuberg selbst sei sehr gefährlich, weil nicht ausreichend erkennbar („Ein Wunder, dass da noch nichts passiert ist“, so ein Zuhörer). Der Verkehrsspiegel an der Straße nach Dürrenzimmern, den ein Bus vor mittlerweile fünf Jahren „weggefahren“ hätte, sei immer noch nicht ersetzt und stelle vor allem für Landwirte beim Einbiegen eine große Gefahrenquelle dar. Wagner versprach auch hier Abhilfe und schloss die durchaus harmonische Veranstaltung nach gut zweieinhalb Stunden.

Die neu renovierte „Bude“ in Heuberg soll in Zukunft nicht nur für die jüngere Generation als Treffpunkt dienen. Rund 90 Bürger haben sich die Bude bei der Eröffnung angeschaut.
10 Bilder
So schaut die neu renovierte  Bude in Heuberg aus
Foto: Corinna Grimmeißen
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