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Nördlingen

18.12.2020

Christmetten an Heiligabend: Mit Mund-Nasen-Schutz, ohne Gesang

Die neuerlichen Verfügungen zum Infektionsschutz verlangen heuer von den Kirchengemeinden maximale Flexibilität. Die Terminierung der Christmetten musste noch einmal umgeworfen werden.
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Plus Christmetten finden am Heiligen Abend unter nochmals erschwerten Bedingungen statt. Am einfachsten sind dabei noch die Gottesdienste unter freiem Himmel. Ein Überblick.

„Dieser Heiligabend ist anders. Und darum ganz besonders. Vielleicht kommen wir gerade deshalb der Geburt Christi – in einem einfachen Stall bei Bethlehem – näher als sonst.“ Dieser Satz aus der Gottesdienstankündigung der Kirchengemeinde Schmähin-gen umschreibt die momentane Situation der Kirchen genauso treffend wie tröstlich. Und auch die weitere Ankündigung – „Bitte halten Sie sowohl beim Freiluftgottesdienst als auch in der Kirche die Abstandsregeln ein und denken Sie an Ihren Mundschutz!“ – gilt für jede Gemeinde, bei jeder Veranstaltung.

Die Gemeinden, die den Heilig-abend und ihre Christmetten schon von vorneherein im Freien geplant hatten, haben mit dem neuerlichen Lockdown und der in Bayern gültigen Ausgangssperre die wenigsten Probleme. In Schmähingen beispielsweise feiert man den Heilig-abendgottesdienst um 17.15 Uhr auf dem Dorfplatz („beim Bushäusle“) bei jedem Wetter. Man hört die Weihnachtsgeschichte mit den be-kannten Liedern, musikalisch begleitet vom Bläserensemble. Davor und danach gibt es weihnachtliche Orgelmusik mit Dietrich Höpfner in der Marienkirche. Auch die Pläne von Pfarrerin Centa-Victoria Burger und ihren Kirchengemeinden in Baldingen (Dorfplatz) und Holheim (Reithalle) sind von den Einschränkungen nicht tangiert. Im Gegenteil: Sogar wenn mehr Menschen als vorgesehen die Christmetten besuchen kommen, ist an genügend Platz gedacht, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Das gilt auch in Bopfingen, wo vom Turm herab gefeiert und gepredigt werden wird. Und da Bopfingen jenseits der bayerischen Grenzen liegt, gibt es dort an Heiligabend auch keine Ausgangsbeschränkungen ab 21 Uhr.

Lockdown bringt erhebliche Terminumstellungen mit sich

Ganz im Gegensatz zu den Nördlinger Gemeinden, bei denen der Lockdown plus Ausgangssperre erhebliche Terminumstellungen mit sich bringt. So werden in St. Georg die späteren Termine vorverlegt, sodass aktuell von 15 bis 20 Uhr stündlich ein Gottesdienst anberaumt ist. Zugangskarten kann man nach wie vor zu bestimmten Terminen im Kartenhaus (unter der Empore) in der St. Georgskirche abholen. Alle, die für die ausgefallenen Gottesdienste bereits Karten hatten, werden gebeten, sich neue Karten für die neuen Gottesdienste abzuholen, damit die Vorschriften eingehalten werden können, so das Dekanat.

Auch die Katholische Pfarreiengemeinschaft Nördlingen muss an Heiligabend massiv umplanen. So muss die Wort-Gottes-Feier für Kinder in St. Josef um 17 Uhr ganz entfallen, in Deiningen wird die Christmette auf 16.30 Uhr vorverlegt. Die 21-Uhr-Christmetten in Kleinerdlingen, St. Salvator und St. Josef werden ebenfalls vorverlegt. Neuer Termin ist jeweils um 18 Uhr. Die klassischen Gottesdienst-Zeiten am Heiligen Abend um 23 Uhr werden in St. Salvator und St. Josef auf jeweils 19.30 Uhr vorver-legt. Damit der Heiligabend-Kirchgang trotz allem stressfrei und friedvoll vonstatten gehen kann, sei allen Gläubigen dringend empfohlen, sich nochmals rechtzeitig bei der Pfarrei ihrer Wahl nach den genauen Regeln zu erkundigen, so die Kirchen unisono. Denn wenn eines sicher ist in diesen Tagen, ist es die Tatsache, dass nichts wirklich sicher ist. Nicht einmal die gute alte Tradition der Christmetten.

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