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18.01.2019

Das Amt für Landwirtschaft soll in Nördlingen bleiben

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen
Bild: Szilvia Izsó

Ministerin Michaela Kaniber schreibt an Oberbürgermeister Hermann Faul. Was der Vorsitzende der Waldbesitzer-Vereinigung dazu sagt.

Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat sich im Tauziehen um das Nördlinger Amt für Landwirtschaft (AELF) deutlich positioniert. In einem Brief an Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul, der unserer Zeitung vorliegt, schreibt Kaniber, dass das Ministerium sehr aufmerksam die Bemühungen der örtlichen Verbände und Organisationen, sich gemeinsam an einem Standort zu organisieren, verfolge. „Grundsätzlich ist es Angelegenheit der Verbände und Organisationen selbst, sich zu bündeln und einen geeigneten Standort auszuwählen.“ Aufgrund der Fusion der Maschinen- und Behelfshilfsringe verschiebe sich deren Mittelpunkt verständlicherweise in die Mitte des Dienstgebietes, in Richtung Osten. Kaniber weiter: „Nur in den Fällen, in denen die berufsständischen Organisationen und das örtliche AELF einvernehmlich an einem gemeinsamen Standort zusammengeführt werden, sprechen wir von einem grünen Zentrum.“ Im Landkreis Donau-Ries seien diese Voraussetzungen aber nicht gegeben, da es vor Ort keine Einigkeit für eine Verlagerung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gebe. „Dies ist aber zwingende Voraussetzung“, heißt es in dem Brief der Ministerin weiter, und: „Für eine Verlagerung des AELF Nördlingen und der Landwirtschaftsschule besteht daher kein Anlass.“

Wie berichtet, gab es die Idee, dass sich der Maschinenring Nordschwaben, die Waldbesitzer-Vereinigung (WBV), der Bauernverband, das Amt für Landwirtschaft und der Landschaftspflegeverband in einem grünen Zentrum in Ebermergen zusammenschließen. Nördlingens Oberbürgermeister Faul hatte sich gegen eine Verlagerung des Landwirtschaftsamtes gewehrt.

Alois Michel bedauert die Haltung der Ministerin

WBV-Vorsitzender Alois Michel bedauert die Aussagen aus dem Ministerium. Das Amt in Nördlingen sei eines der kleinsten in Bayern. Michel befürchtet: „Irgendwann gibt es eine Reform und dann ist es aus dem Landkreis weg.“ Das Projekt „Grünes Zentrum“ werde sicher angegangen: „Maschinenring und WBV bauen in jedem Fall.“ Der Landschaftspflegeverband komme gleich hinzu, der Bayerische Bauernverband (Geschäftsstelle bislang in Riedlingen) wohl in ein paar Jahren. Anfang Februar setzen sich Michel zufolge die Beteiligten zusammen: „Dann schauen wir, wie es weitergeht.“

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