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Verkehr

28.01.2015

Debatte um 90 Meter Straße

Im Haupt- und Finanzausschuss ging es um den Abschnitt vor dem Deininger Tor bis zum geplanten Kreisverkehr.

Im Haupt- und Finanzausschuss ging es um den Abschnitt vor dem Deininger Tor

Von Martina Bachmann

Nördlingen Soll die Wemdinger Straße von der Kreuzung bis zum Deininger Tor jetzt saniert werden? Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses des Nördlinger Stadtrates waren sich in der vergangenen Sitzung bei dieser Frage nicht einig. Wie berichtet soll ab Sommer 2015 die Kreuzung vor dem Wemdinger Tunnel zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. In diesem Zuge, so der Vorschlag der Verwaltung, sollte man doch gleich das restliche Stück mit zum Deininger Tor sanieren.

„Warum?“, wollte Sonja Kuban (Frauenliste) wissen – und brachte damit die Diskussion ins Rollen. Stadtkämmerer Bernhard Kugler erklärte, dass man beim Umbau der Kreuzung auch die Ein- und Auswege des Kreisverkehrs angehen müsse. Und Oberbürgermeister Hermann Faul ergänzte, dass dann gerade noch 90 Meter bis zum Deininger Tor fehlten. Der Kanal dort sei „höchst sanierungsbedürftig“ und mehr als 100 Jahre alt. „Seinen Zweck erfüllt er nur eingeschränkt.“

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Der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Wolfgang Goschenhofer meinte, die Straße sei doch noch in einem guten Zustand. Ihm erschließe es sich nicht, warum man auch das restliche 90-Meter-Stück angehen müsse. Faul entgegnete, dass es zwar richtig sei – die Oberfläche zu sanieren sei nicht zwingend notwendig. Doch wenn man 90 Meter zuvor sowieso schon baue, dann könne man die Sache doch angehen: „In fünf oder vier Jahren müssen wir das sowieso machen. Und so haben wir nur einmal eine Baustelle.“ Jörg Schwarzer (CSU) vermutete, dass es Synergien gebe, wenn man alles in einem Aufwasch erledige. Das bestätigte Stadtbaumeister Hans-Georg Sigel. Wenn man den Kreisverkehr plane, dann mache man das letzte Stück mit – diese Meinung vertrat Rita Ortler (SPD): „Das ist für mich klar. Unsere Fraktion stimmt dem zu.“ Insgesamt diskutiere man über Mehrkosten von rund 80000 Euro, so Kämmerer Kugler. Da konterte Goschenhofer: „Ich weiß gar nicht, Herr Kugler, in welcher Eigenschaft ich mit ihnen spreche.“ Schließlich sei der Kämmerer auch Werkleiter der Stadtwerke – und die wiederum für den Kanal zuständig. Der Angesprochene entgegnete, dass er bei der nächsten Sitzung die entsprechenden Zahlen noch mal genau liefere: „Die Straße hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Man kann eine Sanierung machen, aber der Zustand ist nicht so schlecht.“

Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

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