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Nördlingen

26.11.2020

Der Nördlinger Bahnhof wird 300.000 Euro teurer als geplant

Der Bahnhofsumbau in Nördlingen ist nun komplett abgerechnet: Letztlich wurde er 300.000 Euro teurer als kalkuliert.
Bild: Szilvia Izsó

Plus Mehr Geld investiert die Stadt Nördlingen auch in die angemieteten Container für die Kita in Baldingen. Was die Gründe dafür sind.

Mittlerweile ist es beinahe Usus, dass bei Großprojekten des Staates oder von Kommunen die angesetzten Investitionskosten mitunter erheblich überschritten werden. So wird es auch beim Nördlinger Bahnhof sein, der innerhalb von vier Jahren aufwendig saniert und zur Nutzung an den Landkreis Donau-Ries vermietet wurde.

Statt ursprünglich 5,05 Millionen Euro fallen nun Gesamtkosten von 5,37 Millionen Euro an, wie Stadtkämmerer Bernhard Kugler im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates mitteilte. Als Grund gab Kugler die Baukostensteigerungen an, die man als Bauherr während vier Jahren Bauzeit nicht im Griff habe. Die Mehrausgaben verteilten sich auf die Bereiche Erschließung (zusätzliche Stromleitungen), Miete für Container, Schadstoffsanierung, Schlosser- und Baumeisterarbeiten sowie Trockenbau. Gedeckt werden sie Kugler zufolge über zusätzliche Einnahmen bei der Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt infolge höherer Gewerbesteuereinnahmen. Vor diesem Hintergrund votierten die Ausschussmitglieder einstimmig für diese „überplanmäßigen Ausgaben“.

Grünes Licht auch für eine provisorische Unterbringung der Baldinger Krippenkinder

Grünes Licht gab das Gremium auch für höhere Kosten in Höhe von 56.000 Euro im Zusammenhang mit der Anmietung von Containern für eine provisorische Unterbringung von Krippenkindern in Baldingen. Aufgrund einer sehr hohen Nachfrage nach Krippenplätzen sah sich die Stadt Nördlingen gezwungen, zum 1. September dieses Jahres mehr Plätze anzubieten. Der Grund für die Containerlösung: Die bauliche Erweiterung der bestehenden Kindertagesstätte kann nicht in Angriff genommen werden, weil die Stadt noch über das dafür benötigte Grundstück mit der Eigentümerin verhandelt. Von daher blieb der Verwaltung kurzfristig nichts anderes übrig, als auf ein Provisorium mit zwölf Plätzen zurückzugreifen. Für Ausstattung und Inbetriebnahme der Container fallen 85.000 Euro an. Oberbürgermeister David Wittner geht davon aus, die Grundstücksverhandlungen alsbald zu einem positiven Abschluss bringen zu können.

Nach wie vor recht erfolgreich verläuft das kommunale Fassadenprogramm der Stadt, das der Staat mit 60 Prozent aus der Bund-Länder-Städtebauförderung bezuschusst. Aus diesem Topf werden beispielsweise Fassadeninstandsetzungen, Hofbegrünungen oder Reparaturen von historischen Dachkonstruktionen unterstützt. Für die Jahre 2021/2022 beträgt nach einem entsprechenden Beschluss des Finanzausschusses das Fördervolumen 500.000 Euro. Über eine Zuschussgewährung bis zu 10.000 Euro entscheidet der Oberbürgermeister. Geht der Betrag darüber hinaus, muss der Haupt- und Finanzausschuss zustimmen. In den Jahren 2000 bis 2016 habe die Stadt rund 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln an die Antragsteller ausbezahlt, sagte Kämmerer Kugler.

Mehrkosten von 100.000 Euro für die Sanierung der Mehrzweckhalle in Kleinerdlingen

Für die Neugestaltung der Außenanlagen im Zusammenhang mit der Sanierung der Mehrzweckhalle im Stadtteil Kleinerdlingen genehmigte der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag Mehrkosten von 100.000 Euro.

55.000 Euro mehr als geplant müssen für den Ausbau des Memminger Weges in Baldingen Richtung B29 ausgegeben werden. Das Tiefbauamt der Stadt begründet dies mit zusätzlichen Kosten beim Neubau der Goldbachbrücke, Bodenverbesserungen im Untergrund sowie höheren Kosten bei der Entsorgung von Abbruchmaterial.

60.000 Euro an Darlehen nimmt die Stadt bei der Bayerischen Staatsschuldenverwaltung für die Instandsetzung der Stadtmauer in den Jahren 2020 bis 2022 auf. Laufzeit: 20 Jahre. Zinssatz: Null. Es fielen lediglich jährlich 0,1 Prozent an Verwaltungskosten der Darlehenssumme an, so Nördlingens Stadtkämmerer Kugler.

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