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Sozialdienst

15.10.2019

Die Diakonie Oettingen hat jetzt einen neuen Namen

In der Ziegelgasse haben die Offenen Hilfen von Diakoneo ganz neue Entfaltungsmöglichkeiten.
Bild: Ronald Hummel

Plus Die Offenen Hilfen beziehen in Oettingen neue Räume. Diese Veränderungen gibt es bei der Diakonie noch.

Unabhängig voneinander gibt es zwei Veränderungen bei der Diakonie in Oettingen:

Die Diakonie Neuendettelsau, wie der Träger bisher hieß, fusionierte mit dem Diakonischen Werk Schwäbisch Hall unter dem gemeinsamen neuen Namen „Diakoneo“. Damit wuchs die Mitarbeiterzahl von 7500 auf 10.000. Diakoneo ist damit einer der größten diakonischen Träger Deutschlands.

Hintergrund ist in erster Linie der Zusammenschluss der Krankenhäuser zu einem effektiveren und rentableren Betrieb. Da in der Region Polsingen, Oettingen und Gunzenhausen keine Krankenhäuser von Diakoneo betrieben werden, wirkt sich die Fusion hier weniger aus.

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Dennoch gibt es in Oettingen, unabhängig von der neuen Struktur, Veränderungen: Die Offenen Hilfen, bisher am Holzgraben untergebracht, sind in ein Gebäude in der Ziegelgasse umgezogen. Die alten Räumlichkeiten werden nicht mehr von Diakoneo genutzt. Die Offenen Hilfen, geleitet von Margit Schmutterer, sind in erster Linie im begleiteten privaten Wohnen engagiert, wo sie 70 Menschen mit ganz verschiedenem persönlichen Hintergrund pädagogische Hilfe bei der Eingliederung in einen selbstständigen, normalen Wohnalltag bieten.

Die Einrichtung in Oettingen hat jetzt deutlich mehr Platz

Auch ein großes Angebot von Freizeit- und Bildungskursen sowie Reisen gehört zur Unterstützung eines erfüllten Lebens und den Förderungen der individuellen Fähigkeiten. In vielen Bereichen, also auch bei psychischen Problemen oder körperlichen Behinderungen, werden die Angebote von den verschiedensten Institutionen von Volkshochschule bis zur Zusammenarbeit mit der Caritas verknüpft.

Ein weiteres Feld der Offenen Hilfen ist die Unterstützung von Familien mit behinderten Kindern in Form von Schulbegleitung oder „Freizeitassistenz“ wie Begleitung bei Ausflügen; letzteres wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern stark unterstützt. Neu im Programm ist „Fit für die Zukunft“, ein Coaching zur bewussteren, selbst bestimmten Lebensplanung.

Im neuen Haus steht den Offenen Hilfen jetzt deutlich mehr Platz zur Verfügung, da Bewohner der früheren Wohneinrichtung hier in eine neu errichtete Wohnanlage mit 24 Plätzen in unmittelbarer Nähe gezogen sind. Die Anlage aus vier miteinander verbundenen Gebäuden wird Anfang nächsten Jahres offiziell eingeweiht. Durch den Raumgewinn verfügen nicht nur die Mitarbeiter der Offenen Hilfen, deren Zahl in den letzten Jahren auf mittlerweile 40 anstieg, über ausreichende Büro- und Besprechungsräume.

Angebote für Senioren in Oettingen

Margit Schmutterer schilderte unserer Zeitung vor Ort die neuen Möglichkeiten: Generell kann ein Teil der angebotenen Kurse nun im eigenen Haus durchgeführt werden, da im Gegensatz zu den früher etwas beengten Verhältnissen zugleich auch Begegnungsräume zur Verfügung stehen, so können soziale Kontakte intensiviert werden. „Wir entwickeln gerade Möglichkeiten der offenen Begegnung zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen, an denen jeder aus unseren Einrichtungen und jeder, der Kontakte dorthin haben möchte, teilnehmen kann“, sagt sie.

Schmutterer kann sich etwa Angebote für Senioren an bestimmten Tagen vorstellen, die der Vereinsamung Einzelner entgegenwirken sollen. Ein PC im Flur könnte als eine Art Internet-Café genutzt werden, für den herrlichen Garten gründe man eventuell eine Gartengruppe, die unter anderem den Gemüsegarten hegen und pflegen kann. „Wir haben viel neuen Schwung“, freut sich die Leiterin über die neuen Möglichkeiten in Oettingen.

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