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Regionale Einkaufswoche

18.07.2019

Dorfläden im Kreis Donau-Ries: Gebündelte Regionalität

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In Amerdingen wurde die regionale Einkaufswoche in den Dorfläden nachträglich eröffnet (von links): Bürgermeister Hermann Schmidt, Dorfladen-Managerin Barbara Wunder, Landrat Stefan Rößle, Gemeinderat Harald Wiedenmann und Dorfladen-Vorsitzender Peter Ott im Aktions-Biergarten.
Bild: Ronald Hummel

Im Donau-Ries-Kreis gibt es deutlich mehr Dorfläden als im bayernweiten Schnitt. Derzeit läuft eine Aktionswoche. Bei der Eröffnung wird das „Erfolgsmodell“ gelobt.

Im Landkreis Donau-Ries gibt es viermal so viele Dorfläden wie im gesamtbayerischen Durchschnitt. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass die zehn Läden über das Landratsamt durch ein Portal vernetzt und gezielt unterstützt werden. So läuft derzeit bis einschließlich Samstag zum dritten Mal die „regionale Einkaufswoche“, in denen die Dorfläden in Megesheim, Wolferstadt, Alerheim, Fünfstetten, Huisheim, Amerdingen, Daiting, Rögling, Tagmersheim und Oberndorf regionale Produkte als Kernkompetenz präsentieren und mit Aktionen locken.

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Dorfläden als Ort der Begegnung

Landrat Stefan Rößle nahm den Biergarten, den der Amerdinger Dorfladen vor dem Geschäft aufbaute, als Anlass, in diesem Jahr hier stellvertretend für alle Dorfläden Präsenz zu zeigen – dort traf er auch auf zahlreiche Bürger. „Die Dorfgemeinschaft bringt offenbar zum Ausdruck, dass sie zum Dorfladen steht“, würdigte Rößle das Interesse, während ununterbrochen weitere Gäste ankamen.

Es passte zu Rößles Hauptpunkt, dass die Dorfläden als Begegnungsort wichtig für das Miteinander sind in einer Zeit, wo immer mehr andere soziale Treffpunkte wegfallen und oft nur noch Recyclinghof und Friedhof übrig bleiben, um Leute zu treffen. Die große Stärke im Sortiment, regionale Produkte, erfülle gleich mehrere wichtige zeitgemäße Kriterien: Sie sind qualitativ hochwertig und gesund, stärken die regionale Landwirtschaft und tragen durch extrem kurze Wege zur Umwelt-Entlastung bei.

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Dorfläden heben sich durch regionale Produkte ab

Um das langsam wachsende Bewusstsein in dieser Richtung zu stärken, unterstütze der Landkreis die regionale Einkaufswoche mit Werbebroschüren und finanziell, um kostenlose Überraschungen bieten zu können. Barbara Wunder, die als Konversionsmanagerin des Landkreises das Dorfladen-Netzwerk leitet, unterstrich, dass sich Geschäfte nicht zuletzt durch den hohen Anteil regionaler Produkte durchaus von normalen Supermärkten abheben können und damit gleichzeitig neue Vertriebswege für regionale Vermarkter eröffnen. Sie freue sich, dass die Aktionen gut laufen. Der Landkreis stellte sicher, dass auch heuer wieder den Kunden ab zehn Euro Einkaufswert ein Geschenk gemacht werden kann, das für Nachhaltigkeit steht – ein hölzerner Glas-Untersetzer beziehungsweise -Schutzdeckel.

Amerdingens Bürgermeister Hermann Schmidt, der mit Gemeinderat Harald Wiedenmann die Vertreter des Kreises empfing, bestätigte, dass die Unterstützung des Landratsamtes der Einkaufswoche und der Dorfläden generell „wie geschmiert“ laufe. Der Dorfladen sei ein „Erfolgsmodell“, doch könnten langfristig ruhig mehr jüngere Leute den Kundenbestand sichern. Nicht zuletzt daher habe er sich dafür eingesetzt, über die Dorferneuerung ein Café an den Laden anzubauen, was jetzt genehmigt wurde. „Damit soll sich der Begegnungscharakter noch weiter ausprägen.“

Auch der Vorstand der Genossenschaft Dorfladen Amerdingen Peter Ott dankte bei seiner Begrüßung dem Landratsamt für seine starke Förderung der regionalen Einkaufswoche.

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