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Benefiz-Veranstaltung

01.12.2019

Ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt in Kleinerdlingen

Karin Schiele (links) und Sabine Offinger bestücken zusammen mit der Kernmannschaft den Basar in der Kegelbahn mit 35 Metern Tischfläche.
Bild: Ronald Hummel

Plus Der Kleinerdlinger Weihnachtsmarkt für krebskranke Kinder wird 15 Jahre alt. Mehr als 37.000 Euro sind in all den Jahren zusammen gekommen.

Wenn eine Aktion 15 Jahre lang immer größeren Glanz entfaltet, ist das in der Regel auf eine sehr gute Grundidee zurückzuführen. Die hatten damals Sabine Offinger, Alexandra Bosch, Waltraud Fritz, Karin Hesse und Maria Brendle. Sie wollten sich engagieren, um ein soziales Projekt in der Region zu unterstützen.

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In unserer Zeitung stießen sie auf den Verein „Glühwürmchen“ zur Unterstützung von krebs-, schwerst- und chronisch kranken Kindern mit Sitz in Augsburg und begannen, Spendenaktionen für ihn zu organisieren. Kurz darauf kam auch Karin Schiele dazu und repräsentiert damit hunderte von Menschen, die ohne lang zu fragen die Unterstützer unterstützten, sei es als Helfer bei der Organisation, Spender oder Gäste und Konsumenten. „Wir liefen von Anfang an offene Türen ein“, erinnert sich Sabine Offinger. „Das ganze Dorf wollte uns helfen, auch Leute, die man sonst auf Festen kaum sah.“

Ein Beispiel, das alles sagt: Einmal war der Weihnachtsmarkt völlig verregnet. Da gingen viele nach Hause, holten Sonnenschirme und bauten daraus spontan ein großes Regendach. Anfangs gab es eine Reihe von Aktionen wie Ü30-Partys, Teilnahme am Maibaumfest oder Kürbisverkauf. Dann konzentrierte man sich zusehends auf den Weihnachtsmarkt. Der fand zunächst im Feuerwehrhof statt, fünf Buden der Stadt Nördlingen bildeten eine beschauliche Kulisse für Essen, Trinken und Basar.

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Die Feuerwehr half mit einer Bude aus

Doch irgendwann brauchte die Stadt ihre Buden selbst, da der Nördlinger Weihnachtsmarkt ständig wuchs. „Es lief immer turbulent ab und laufend änderte sich etwas“, so Sabine Offinger. Doch mit der Energie der Kernmannschaft und dem enormen Rückhalt im Dorf vom Kriegerverein bis zum Frauenbund blieb das Improvisationstalent ungeschlagen: Die Feuerwehr half mit einer Bude aus, man baute ein kleines Festzelt auf. Der Standort wechselte mal in die Fahrzeughalle der Feuerwehr, mal in den Garten des Gemeindezentrums, dann in die Turnhalle.

Selbst als letztere im Wasserschaden versank, gab man nicht auf: Die Bewirtung wurde in den Gastraum verlagert, der Basar in die Kegelbahn. Das erwies sich als Verbesserung, denn die insgesamt 35 Meter langen Bankreihen auf dem ehemaligen Kugel-Rücklauf und dem Mittelstreifen erwiesen sich als optimal für ungehindertes Durchbummeln. Auch bei der Bestückung des Marktes musste man niemanden zweimal fragen: „Bäckereien und Metzgereien in Nördlingen und Umgebung versorgen uns mit Essen“, sagt Karin Schiele und zählt auf, welche Spezialitäten von Pizzasemmeln über Waffeln bis zu Stachelbier es in der Bude und den fünf zusammengefügten Pavillons heuer gibt.

Mehr als 37.000 Euro kamen bisher zusammen

Selbstgemachtes wie Basteleien, Socken, Marmelade oder bis zu 40 Kilo selbst gebackene Plätzchen kommen aus dem Dorf, für die umfangreiche Bestückung des Basars reinvestiert Sabine Offinger nach Weihnachten einen Teil der Einnahmen in eine gigantische Schnäppchenjagd. Konnte man im ersten Jahr 1500 Euro Spenden auf dem Dorf-Sommerfest übergeben, ist man mittlerweile bei gut 4000 Euro angelangt. Auf stolze 37.200 Euro summiert sich bislang die Unterstützung für die Glühwürmchen.

Am kommenden Samstag, 7. Dezember, findet ab 18 Uhr die Glühweinparty mit Basar statt, vor fünf Jahren zum zehnjährigen Bestehen eingeführt; DJ Tobi legt auf. Am Sonntag, 8. Dezember, eröffnet das Christkind um 13.30 Uhr den Weihnachtsmarkt; es spielen die Jugendkapelle Deiningen (von Anfang an dabei), das Vororchester Reimlingen, die Trachtenkapelle Marktoffingen, der Chor Contabile Utzmemmingen, das Terzium Laszivus mit mittelalterlicher Musik und wie immer die Ederheimer Jugendkapelle.

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