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Glaube

22.05.2019

Eine Kirche feiert Geburtstag

Anlässlich des 50. Geburtstag der St.-Theresien-Kirche fand ein Festgottesdienst in Möttingen statt. Auf dem Bild ist links Pfarrer Markus Bader und rechts Pfarrer Jaby Chakkalakkal, davor die Ministranten.
Bild: Grimmeißen

Vor 50 Jahren wurde das Gotteshaus in Möttingen errichtet. Pfarrer Markus Kobell sammelte damals Spenden für den Bau. Warum das Gebäude eine achteckige Form hat

Wenn die Menschen im Landkreis von der katholischen Kirche in Möttingen sprechen, denken sie an die zahlreichen Lichterkonzerte oder den außergewöhnlichen Bau des Kirchengebäudes. Die besondere Geschichte der jüngsten Kirche im Ries kennen jedoch die Wenigsten.

Am Sonntag feierte die Pfarreiengemeinschaft Harburg-Hoppingen und Möttingen das 50-jährige Jubiläum der St. Theresienkirche in Möttingen. Im Jahre 1969 wurden die Zeichnungen einer Bissinger Baufirma in die Tat umgesetzt und es entwickelte sich eine unübersehbare moderne Besonderheit. Unbekannt für viele ist der Hintergrund des ungewöhnlichen Baustils der Kirche. Die achteckige Form spiegelt eine geöffnete Rosenblüte wider, die auf das fromme und erfüllte Leben der Schutzpatronin Therese von Lisieux hinleiten soll. Auch die hellen, farbigen Fenster sind in der Gegend ein stets bewundertes Kennzeichen der Möttinger Kirche. Verantwortlich für die einzeln eingesetzten kleinen, bunten Glasscheiben ist die Augsburger Kunstprofessorin Hilda Sandner.

Den entscheidenden Anstoß für den Bau der Kirche gab der erste Pfarrer, Markus Kobell aus Hoppingen. Er setzte sich gegen politische Stimmen durch und machte sich selbst auf die Suche nach Spendern für den Bau. Seither werden in Möttingen wöchentlich Gottesdienste abgehalten, wobei das Gebäude einst für nur 40 katholische Gläubige in der Gemeinde errichtet wurde.

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Die Pfarreiengemeinschaft, die erst einige Jahre nach der Erbauung der Kirche gegründet wurde, zählt mit Pfarrer Jaby Chakkalakkal mittlerweile den fünften Priester und hat seit 2012 mit Alexander Ott einen ortseigenen Diakon. Es gibt zehn Ministranten und auch einen Kirchenchor. Dieser wurde parallel zur Bauzeit ebenfalls von Pfarrer Kobell ins Leben gerufen, wobei zunächst nur ein gemeinsamer Chor mit Hoppingen möglich war. Heute wird er von Diakon Ott in Möttingen geleitet. Eine bei den Gläubigen beliebte Veranstaltung neben den Kirchenkonzerten ist die Maiandacht, die erstmals 2007 im Garten des Anwesens abgehalten wurde.

Der dritte Pfarrer, Markus Bader, erwies der Kirchengemeinde zum 50-jährigen Jubiläum eine besondere Ehre und hielt die Festpredigt, in der er unter anderem seine schönsten Momente in und mit der Gemeinde reflektierte und die Zuhörer an seinen Erinnerungen teilhaben ließ. „Eine Kirche möchte uns Heimat schenken, egal wo wir gerade sind.“ Jeder Kirchenbesucher habe eine eigene Verbindung zu diesem Gebäude, die immer wieder neu aufleben könne, wenn man es besuche. Die Kirche in Möttingen sei ein beliebter Ort für viele kirchliche Veranstaltungen der Pfarreiengemeinschaft, die nur durch das Engagement der freiwilligen Helfer zustande kommen könnten. Nach dem Festgottesdienst waren alle eingeladen, im Garten der Kirche ihre Erinnerungen auszutauschen.

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