Newsticker

Teil-Lockdown bis 10. Januar 2021 verlängert - Söder deutet Verschärfung an
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Eintauchen ins Mittelalter

Bopfingen

10.10.2017

Eintauchen ins Mittelalter

Bei traditionellen Wettkämpfen messen sich die historischen Gruppen, wie hier beim Stiefelschleudern.
Bild: Blankenhorn

Bereits zum 40. Mal fanden in Bopfingen die Heimattage statt. Geboten wurde viel – von Fechtshows über Böllerschüsse bis zum farbenprächtigen Umzug.

Auch durchwachsenes Herbstwetter und leichter Nieselregen konnte die Besucher der 40. Bopfinger Heimattage nicht abhalten. Zu attraktiv war das Angebot und das Programm, das sich die Verantwortlichen auch dieses Jahr wieder ausdachten. So lockte ein großes Eröffnungsspektakel, historische Wettkämpfe, Kneipentour, ein großer Festumzug und ein verkaufsoffener Sonntag mit vielen Marktständen und Karussells die Besucher in Scharen.

Nicht nur wegen des Lutherjahres drehte sich von Freitag bis Sonntag in der Stadt unterm Ipf wieder alles ums Mittelalter. Die Zeit, in der die ehemals freie Reichstadt Schauplatz zum Teil tragischer und durch die Reformation bedingte Ereignisse war. Was lag also näher als dieser wechselvollen Geschichte im Luther-Gedenkjahr „500 Jahre Reformation“ bei der Eröffnungsfeier zu gedenken. Und so zogen, angeführt von „Terzium Laszivus“ nicht weniger als 15 verschiedenen historische Gruppen feierlich auf den Marktplatz ein und sorgten an historische Stätte dafür, dass man Geschichte hautnah erleben konnte.

Da standen kaiserliche neben Protestanten und um Freiheit kämpfende Bauern neben herzoglichen Landsknechten. Von den Rittern von Flochberg über die Zeit der Bauernkriege, der Reformation, des Dreißigjährigen Krieges bis zur Renaissance erstreckte sich die Bandbreite der Gruppen, die an diesem denkwürdigen historischen Spektakel mitwirkten.

Gauklerpack mit Feuershows, Böllerschüsse, Barockfeuerwerk, historische Musik und Tanz, Fechtshows, ein Hexengericht oder eine historische Nachtwächterführung – nicht nur bei der Eröffnungsfeier jagte ein Höhepunkt den anderen. Im Stadtgarten, rund um die evangelische Stadtkirche, beim „Sonnenwirt“ oder in der Schmiedgasse konnten die Besucher aktiv am Lagerleben teilhaben und den Gruppen über die Schulter schauen. Wer weiß, vielleicht findet der ein oder andere Gefallen an diesem reizvollen und interessanten Hobby. Nicht nur die Bopfinger Gruppen „Ritter der Flochberg“, „de arton anno 1633“, „der Ipfhaufa“ oder auch die befreundeten Gruppen aus Nördlingen, Gundelfingen, Dinkelsbühl oder Wangen würden sich über neue Gesichter freuen.

Aber auch kulturell war wieder einiges geboten. Dank der Ausstellung „und ich kann nicht anders“ der Kreative´88 zum Lutherjahr im Foyer des Rathauses und der evangelischen Stadtkirche sowie den Fotoausstellungen „Bilder: Microchips von Peter Koppen“ in den Schieber Werkstätten sowie „Vier Jahreszeiten“ des Fotoclub Bopfingen im „Sonenwirt“ kamen auch die Freunde der bildendenden Künste nicht zu kurz.

Mit dem farbenprächtigen und abwechslungsreichen Festumzug historischer Gruppen, Vereine und Musikkapellen am Sonntag wurde der Endspurt der 40. Bopfinger Heimattage eingeläutet. Dichtgedrängt säumten die zahlreichen Besucher die Straßen und die Innenstadt, in der geöffnete Läden, zahlreiche Verkaufsstände und Attraktionen wie Kamelreiten, Kindertheater, Gaukler, Lagerleben, Zauber- und Feuershows für Kurzweil sorgten und zum Verweilen einluden.

Ein Zauber, dem sich keiner entziehen kann und den es nur in historisch gewachsenen Innenstädten gibt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren