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Nördlingen

17.11.2017

Es wird ein Edeka

Auf dem Baywa-Gelände an der Adamstraße soll ein Edeka-Supermarkt entstehen.
Bild: Szilvia Izsó

Lange war unklar, welche Kette den Supermarkt auf dem Baywa-Gelände betreiben wird. Nun ist es offiziell.

Auf dem ehemaligen Baywa-Gelände an der Adamstraße wird ein Supermarkt gebaut, das war bekannt – auch dass er recht groß wird (wir berichteten). Nach der Schließung des Edeka-Markts in der Augsburger Straße war zu erwarten, dass diese Kette neben anderen Interessenten mit im Rennen ist. Nun teilte das Unternehmen Ten Brinke, Eigentümer des Areals, offiziell mit, dass der entstehende Markt an Edeka vermietet werde. Der Getränke- und Supermarkt werden baulich getrennt sein. Gemeinsam sind sie 2800 Quadratmeter groß. Im Frühjahr kommenden Jahres soll der Bau beginnen und voraussichtlich im Sommer 2019 fertiggestellt werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auf Anfrage der Rieser Nachrichtenbestätigt Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen diese Informationen und verrät Details zu dem künftigen Markt. Unternehmenssprecherin Meike Marschall erklärt, es werde sich um einen klassischen Edeka-Markt mit einem Schwerpunkt auf Frischeartikeln handeln. Der „Nonfood-Anteil“ des Sortiments, also der Anteil aller Waren, die keine Lebensmittel sind, werde fünf bis zehn Prozent betragen. „Selfscanningkassen“, an denen die Kunde ihren Produkte selbst kassieren, werde es voraussichtlich nicht geben. Der Markt sei als „Verlagerungsfläche für den geschlossenen Markt in der Augsburger Straße zu sehen“. Im Vergleich wird er jedoch deutlich größer sein. Viele Rieser, besonders Senioren, schätzten gerade die Kompaktheit des früheren „Comet“. Im Bezug darauf heißt es in der Stellungnahme von Edeka, dass diese Größenordnung für den neuen Markt keine Option gewesen sei , weil 1500 Quadratmeter für einen „modernen Vollsortimentsmarkt die Untergrenze darstellen“.

Freilich konkurriert dieser Markt auch mit dem E-Center, das von dem selbstständigen Kaufmann Walter Willmann geführt wird. „Dass es einen Ersatz für den Markt in der Augsburger Straße geben könnte, war schon lange klar“, sagt er. Deshalb sei er nicht überrascht, rechne aber mit Umsatzeinbußen, von denen er als eigenständiger Unternehmer direkt betroffen sein werde. Sein Alleinstellungsmerkmal in Form von „Nonfood-Artikeln“ auszubauen, plant er nicht. „Da sind wir mit einem Anteil von einem Drittel bereits sehr gut aufgestellt“, sagt er. In der Fläche schlägt sich ein deutlicher Unterschied nieder: 2800 Quadratmeter misst der neue Markt, das E-Center hingegen 3800 Quadratmeter reine Verkaufsfläche, mit allen Geschäften sogar 5200. Die Lage des künftigen Markts hält er jedoch für vorteilhafter als die eigene. „Ich glaube aber nicht, dass es geschäftsgefährdend für das E-Center sein wird“, sagt er.

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