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Schwörsheim

20.04.2019

Festdamen: Sie verleihen dem Fest Glanz

Man sieht den vier der 15 feschen Schwörsheimer Festdamen jetzt schon an, dass das Fest ein Erfolg wird (von links): Marie und Tanja Schneller, Laura Bühlmeier und Natalie Schneller.
Bild: Ronald Hummel

Festdamen sind eine der wichtigen Säulen bei traditionellen Vereinsfeiern. Festdamen aus Schwörsheim erzählen, wie ihr Einsatz aussieht.

Der Frühling kommt mit Macht über das Land und mit ihm die ersten Dorffeste. Die wiederum hätten kein wirkliches Gesicht ohne die traditionellen Festdamen – für die ganze Welt sind die fröhlichen jungen Frauen in ihren einheitlichen Dirndln Inbegriff der prächtigen Umzüge und zünftigen Festzelt-Feiern.

In Schwörsheim steht von Freitag, 10., bis Sonntag, 12. Mai, die 100-Jahr-Feier des Soldaten- und Kriegervereins an, verbunden mit einer feierlichen Fahrzeugsegnung der Freiwilligen Feuerwehr. Die Festdamen Tanja, Natalie und Marie Schneller sowie Laura Bühlmeier schildern stellvertretend für ihr 15-köpfiges Team und Hunderte von Rieser Festdamen, die heuer im Einsatz sind, wie solch ein Einsatz abläuft: „Es begann mit einem Flyer in der Zeitung, in dem zum ersten Treffen von Interessierten eingeladen wurde“, sagt Laura Bühlmeier und Tanja Schneller fügt hinzu, dass das Fest natürlich schon vorher Dorfgespräch war.

Festdamen dürfen zwischen 15 und 25 Jahre alt sein

Festdamen dürfen zwischen 15 und 25 Jahre alt sein und so treffen zwei Gruppen aufeinander: Die, die schon einmal dabei waren und die, die seit Jahren den Auftritten entgegen fiebern. Zu letzteren zählt die 16-jährige Marie Schneller, eine von fünf: „Beim letzten großen Fest waren wir beeindruckt von den schönen Kleidern und den Tänzen der Festdamen; damals haben wir gesagt, dass wir beim nächsten Mal unbedingt dabei sein wollen.“ Auch heuer zeigt der Nachwuchs schon seine Vorfreude, elf- und zwölfjährige Mädchen laufen im Umzug vor der Feuerwehr in T-Shirts mit der Aufschrift „Festdamen 2025“. Das Verschmelzen von Mädchen und jungen Frauen, die zum Teil bislang nur oberflächlichen Kontakt hatten, zu einer festen Gruppe ist für Tanja ein wichtiger Faktor und Natalie stimmt zu: „Es ist cool, dieses Erlebnis mit 15 Mädels durchzuziehen.“

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Das Erlebnis begann schon mit einigen Veranstaltungen, bei denen aktiv Werbung gemacht und Geld für die Dirndl erwirtschaftet wurde, die je zu einem Drittel die Festdamen selbst und die beiden Vereine bezahlen. Zum Volkstrauertag richteten die jungen Damen ein Weißwurst-Frühstück mit Kuchenverkauf aus, an Silvester schenkten die Erwachsenen unter ihnen Glühwein am Dorfweiher aus, ein Brunch platzte mit 130 Gästen aus allen Nähten. Und immer wird professionell die Werbetrommel gerührt: Auf T-Shirts stehen die Infos zum Festwochenende, Flyer sind stets bündelweise in der Handtasche dabei. Zeitgemäß wurde eine eigene Fest-Website unter www.schweschi-feiert.de installiert, auch auf Facebook und Instagram ist man präsent.

Festdamen: Das Erlebnis ist prägend für das ganze Leben

Die Verbindung zwischen dem Team und dem Festausschuss halten drei „Festdamen-Muttis“, wie sie liebevoll genannt werden. Eine von ihnen ist Sarah Fall, die auch den Pressetermin der vier Team-Repräsentantinnen organisierte, die einzelnen Aufgaben erläutert, das Aussuchen der Dirndl und Accessoires oder die Gestaltung des Festdamen-Bandes für die Vereinsfahnen mit koordiniert. Höhepunkt ist natürlich das Festwochenende im Mai: Bei der Andacht mit Fahnenweihe lesen die Festdamen die Fürbitten, bei allen Veranstaltungen eskortieren sie die Festredner, bei den diversen Festen im Zelt machen sie Stimmung und feiern mit. Den Kindernachmittag am Samstag betreuen sie und betreiben vier der Spielstationen. Beim Gottesdienst am Sonntag überreichen sie ihre Fahnenbänder, im Festumzug marschieren sie vorne mit und begrüßen anschließend am Eingang zum Zelt alle Gastvereine. „Am Haupttag treten wir immer gemeinsam auf“, unterstreicht Natalie Schneller. Von vielen Bekannten und Kollegen werden die Festdamen jetzt schon beneidet – alle sind sich einig, dass dieses Erlebnis und der Zusammenhalt prägend für das ganze Leben sind.

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