Besuch

05.03.2014

Gedichte zur Erinnerung

Unser Bild zeigt die Klasse 10e beim Verlesen der selbstverfassten Gedichte in der Versöhnungskirche.
Bild: pm

Realschüler besuchen Gedenkstätte

Kürzlich besuchten die 10. Klassen der Realschule Maria Stern die KZ-Gedenkstätte Dachau. Mit ihren begleitenden Lehrkräften unter der Leitung von Helmut Radeck gingen die Schülerinnen und Schüler genau den Weg ins Lager, den die früheren Häftlinge zurücklegen mussten. Dabei passierten sie zunächst das Eingangstor mit dem zynischen Spruch „Arbeit macht frei“.

Auf dem Appellplatz begannen die Lehrkräfte mit ihren Klassen die Außenführung. Sie erklärten die Geschichte des Lagers, die Aufgabe der damals benachbarten SS-Kaserne sowie Aufbau und Funktion des Lagers. Die Schüler besichtigten eine rekonstruierte Baracke, wobei ihnen der Tagesablauf der Häftlinge erläutert wurde. Im ehemaligen Wirtschaftsgebäude, das heute ein Museum ist, lösten die Zehntklässler selbstständig schriftliche Aufgaben und betrachteten einen Dokumentationsfilm über das Lager.

Sinn und Zweck des Besuchs ist zum einen die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und die Schärfung des Bewusstseins, wie wichtig es ist, die Menschenrechte zu achten und sich für ihren Erhalt einzusetzen. In diesem Zusammenhang sei besonders auf ein Projekt hingewiesen, dass Geschichtslehrerin Eva von Roda mit der Klasse 10e durchführte.

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In der evangelischen Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte trugen die Schülerinnen Gedichte vor und entzündeten Kerzen. Die selbst gestalteten Gedichte schrieben sie in Anlehnung an Bertolt Brechts „Lied einer deutschen Mutter“, in dem sich der Autor Gedanken darüber macht, wie groß die Schuld der Eltern während der NS-Zeit gewesen ist, die zu wenig unternommen hätten, um den NS-Wahnsinn zu stoppen.

Gerade das Hineinversetzen in die damals lebende Generation sollte den Sinn für positive Werte und deren Bedeutung schärfen.(pm)

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