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Tag des offenen Denkmals 2019

10.09.2019

Klosterkirche Auhausen im Mittelpunkt des Tag des offenen Denkmals

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Ein umfangreiches Programm gab es am Sonntag zum Tag des offenen Denkmals in Auhausen – unter anderem eine Kirchenführung, einen Festvortrag und ein Orgelkonzert.
Bild: Szilvia Iszó

Zum Tag des offenen Denkmals wird im bayerischen Ries vor allem im kleinen Auhausen viel geboten. Was die Besucher dort erleben konnten.

„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ hieß das diesjährige Motto zum Tag des offenen Denkmals.

Der findet bundesweit jeweils am zweiten Sonntag im September auf Initiative der Deutschen Stiftung Denkmalschutz seit 1993 statt. Das Motto knüpfte an das 100-jährige Jubiläum des Bauhauses an und wollte vor allem revolutionäre Ideen oder technische Fortschritte der vergangenen Jahrhunderte ins Rampenlicht rücken, die zu Umbrüchen in der Kunst, Architektur oder im Städtebau führten. Freilich ist das bayerische Donau-Ries nicht gerade ein Hotspot für solche Attribute, doch noch mehr Anlaufstellen wären für einen Gedenktag dieser Größenordnung durchaus wünschenswert gewesen.

Tag des offenen Denkmals 2019 im Ries

Die Burg Harburg zählt zu den größten, ältesten und am besten erhaltenen Burganlagen Süddeutschlands. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren gab es dort keine besonderen Aktionen zum Denkmaltag, lediglich für die Dauerausstellung des Künstlers Rudolf Warnecke gab es freien Zutritt – dabei hat die gar nichts mit dem Motto des Gedenktages zu tun. Die junge Pianistin, die auf dem Flügel des Künstlers die Schau musikalisch begleitete, war meist auf sich alleine gestellt.

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Die Kirchengemeinde in Auhausen dagegen bot ein umfassendes Angebot rund um ihre Klosterkirche St. Maria und St. Godehard. Es gab eine Festveranstaltung, Dr. Mattias Weniger vom Bayerischen Nationalmuseum hielt zwei Vorträge zum Thema und zeigte zum Beispiel anhand einer (jahrhundertealten) Kopie eines Bildes aus der Zeit um 1600 „Jesus verabschiedet sich von den Frauen“ nach einem Gemälde von Lucas Cranach, das sich als Leihgabe im Besitz der Kirchengemeinde Auhausen befindet, wie damals gearbeitet wurde.

Anschließend konnten die geschätzt 150 Zuhörer eine interessante Kirchenführung genießen, bevor ein Orgelkonzert von Reinhold Müller und ein Gottesdienst den Tag abrundeten. Im Pfarrheim nebenan gab es Kaffee und Kuchen.

Viele Besucher auch in Oettingen

Rund 100 sehr interessierte Besucher kamen in die historischen Werkstätten der einstigen Orgelfabrik Steinmeyer. Nach dem Tod von Paul Steinmeyer vor einigen Wochen war die Familie verständlicherweise in diesem Jahr nicht in der Stimmung, ein großes Fest aus diesem Tag zu machen. „Doch freilich haben wir geöffnet, das sind wir unserem Vater schuldig“, sagte sein Sohn Martin Steinmeyer.

Er freute sich über die gute Resonanz in Oettingen, wobei Steinmeyer feststellte, dass die Mehrheit der Besucher von weiter weg gekommen war und sich vorab informiert hatte. Das Interesse am Museum und am Orgelbau war umso größer, wie er meinte, „die Menschen aus der Umgebung hier kennen uns ja schon“, mutmaßte Martin Steinmeyer.

(In einer früheren Version dieses Artikels haben sich zwei Namensfehler eingeschlichen. Diese haben wir inzwischen berichtigt. Wir bitte, die Fehler zu entschuldigen.)

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