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Konzert
25.06.2019

Sonate über Trauer und innere Zerrissenheit

Der Pianist Sam Haywood spielte im Reimlinger Schloss.
Foto: Ernst Mayer

Der englische Pianist Sam Haywood spielt in Reimlingen Werke von Mozart bis Rosetti

Mozarts „Klaviersonate a-Moll“ ist für Rosetti-Anhänger interessant, da die Entstehung dieser Sonate in den Zusammenhang mit Mozarts Reise nach Paris gebracht wird, auf der er sich auf Stellensuche dem Fürsten Krafft Ernst vorstellte. Auf der Rückreise starb in Paris Mozarts Mutter. Deshalb gilt die Meinung, man höre aus seiner „a-Moll Sonate“ Trauer und innere Zerrissenheit. Vor allem im ersten Satz höre man die Stimmungsschwankungen heraus.

Diesen traurigen und leidenschaftlichen Elementen konnten die Besucher des Klavierkonzertes des englischen Pianisten Sam Haywood im Schloss Reimlingen nachfühlen, den emotionalen Sprüngen und musikalischen Veränderungen. Dem niederschlagenden ersten Satz folgte der zweite mit lyrischem und ruhigem Charakter als Gegenpol, während der Schlusssatz im Presto-Tempo die Traurigkeit wieder aufhebt. Diese Gegensätze brachte Sam Haywood mit viel Gespür für die Ausdrucksmöglichkeiten des Klavierspiels zur Geltung.

Eine ganz andere Stimmung verbreiteten Antonio Rosettis Klavierstücke, die in der Wochenschrift „Blumenlese für Klavierliebhaber“, unter die Leute gebracht wurden und sein Gespür für diese Klientel verraten, die sich gerne in eine heitere, entspannte Welt entführen ließ. Die Noten waren für privaten Gebrauch von Laienklavierspielern gedacht und vermutlich geeignet, Rosetti auch die nachgesagte damalige Popularität zu verschaffen. Haywood hatte offensichtlich auch großen Spaß an den fünf heiteren Stücken, die er sich ausgesucht hatte.

Chopin vereinige nach Goethes Meinung in der „Ballade Nr. 4, f-Moll“ alle epischen, die lyrischen und dramatischen Ausdrucksformen. Sie begann im epischen Plauderton, entfaltete liedhafte Elemente und steigerte sich zu dramatischen Höhepunkten. Immer wieder wechselten die Stimmungen und Seelenzustände, die der Pianist behutsam, mit großer Einfühlung, zuweilen mit kräftigem Akkordspiel bis zum düsteren Ende gestaltete.

Mit „Sechs Rumänische Volkstänze“ lieferte Béla Bartók einen bedeutenden Beitrag zur Musiktradition Siebenbürgens. Die wilden, zum Teil sogar ekstatischen Rhythmen und virtuosen Variationstechniken der ländlichen Musikanten waren ihm Vorbilder für seine Ge-staltung ungarischer und slowakischer Volksmusik.

Nun galt es, einen Giganten der Klaviermusik zu erleben. Franz Liszts „Sonate h-Moll“ stellte den Höhepunkt des Programms dar. Ein mächtiger erster Teil verlangte vom Pianisten einen klaviertechnischen und körperlichen Kraftakt. Geradezu ekstatisch bearbeitete er den Stutzflügel des Saales, der überraschenderweise diese Klanggebirge klaglos ertrug und dabei auch klanglich nicht in die Knie zu zwingen war. Er durfte aber auch einen ruhigen Adagio-Teil mit feinen Tongespinsten erleben. Der Schlussteil erhob sich wieder gigantisch mit hymnischen und choralmäßigen Themen und endete mit stillem Pochen.

Obwohl darauf kaum eine Zugabe passt, erwies sich Chopins „Nocturne Des-Dur“ für Haywood als eine beruhigend wirkende Möglichkeit, für den starken Beifall des Publikums zu danken.

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