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Jubiläum

05.06.2019

Megesheimer Schule feiert Geburtstag

Zur Feier der Grundschule Megesheim trafen sich die amtierende Rektorin Andrea Glaß (links), die die Festgäste begrüßte, und die ehemalige Rektorin Renate Kollmer, die einen Überblick über 50 Jahre Schulgeschichte gab.
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Zur Feier der Grundschule Megesheim trafen sich die amtierende Rektorin Andrea Glaß (links), die die Festgäste begrüßte, und die ehemalige Rektorin Renate Kollmer, die einen Überblick über 50 Jahre Schulgeschichte gab.

Von damals bis heute: Schüler und Gäste erinnern an den Bau und die Geschichte ihres Schulgebäudes. Was für die Kinder und Erwachsenen beim Fest geboten war

Ein volles Programm rund um die Grundschule haben Schüler und Redner den mehr als 300 Gästen in der Turnhalle in Megesheim geboten. Anlass war der 50. Geburtstag der Schule. Umrahmt wurde das Fest mit Musik und einer humorvollen Moderation der Schüler der Klasse 4b. Das in drei Programmblöcke geteilte Schulfest begann mit dem Einzug der Schüler zu dem Lied „Summer of 69“.

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„50 Jahre Schule Megesheim“ stimmte die 2. Klasse auf der Bühne zur Melodie von „Schön ist es auf der Welt zu sein“ an. Rektorin Andrea Glaß wies auch auf den zweiten Teil des Festprogramms hin, der durch Werkstätten in den Schulräumen einen Einblick in den aktuellen Schulalltag zeigte. Das Flötenspiel der ersten Klasse, die ihre Instrumente über das JEKI-Programm („Jedem Kind ein Instrument“) erhalten hatten, führte zum nächsten Programmpunkt.

Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Karl Kolb berichtete zuerst von seiner nicht immer braven Schulzeit. Danach ging er kurz auf einige Punkte der 50jährigen Geschichte der Grundschule ein, die später von Renate Kollmer, ehemalige Rektorin, ausführlich und bebildert dargestellt wurde. Schulamtsdirektor Michael Stocker bedankte sich bei allen Beschäftigten und Unterstützern der Schule für ihre Arbeit und verpackte seine Aufzählung in ein kurzweiliges Ratespiel für die Schulkinder. Die Entwicklung der bayerischen Grundschule und des Schulgebäudes in Megesheim lies Kollmer in ihrem Vortrag „50 Jahre Schulgeschichte“ lebendig werden. Zwei Monate, nachdem die ersten Menschen den Mond betreten hatten, wurde das für damalige Verhältnisse fortschrittliche und große Schulgebäude 1969 eröffnet. Es musste mehr als 200 Schülern Platz bieten, heute sind dort knapp 100 Schüler untergebracht. Bereits 1970 bekam die Schule mit der Turnhalle eine Erweiterung, 1977 kam das Sportgelände dazu. Als 1995 eine Asbest-Belastung festgestellt wurde, die Fassade bröckelte, das Dach undicht war und die Sanitäranlagen alt, begann eine Generalsanierung, die 1999 abgeschlossen wurde. Und 2014 war der neue Pausenhof fertig.

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Neben der Geschichte des Gebäudes veränderte sich auch für die Schüler einiges, berichtete die frühere Schuldirektorin. Seit 1999 gibt es die Bücherei und um die Jahrtausendwende hielt der Computer Einzug, damals eine Besonderheit für eine Dorfschule. Mit der Partnerschule in Tabor, Tschechien, erfolgten gemeinsame Besuche in Schullandheimen und über das JEKI-Projekt wurden die Schüler in ihrer musikalischen Bildung gefördert. Sie wies zum Abschluss auf das pädagogische Leitbild der Schule hin, dass auch im Schul-Logo seinen Ausdruck findet: „Achtsamer Umgang mit meinen Mitmenschen, mit mir selbst und mit der Natur.“

Der Elternbeirat, der auch die Kuchenbar organisierte, hatte für den Schulhof das „Mobile Erfahrungsfeld“ aus Nürnberg gebucht. So konnten Klein und Groß an mehreren Stationen ihre Sinne schärfen und ihre Wahrnehmungen testen. Im Inneren des Schulgebäudes standen alle Türen offen und Tafeln verwiesen auf die vielfältigen Angebote. So standen die Orf-Geräte im Musikraum bereit und Lehrerin Gertraud Sattler unterstützte Interessierte beim Ausprobieren. An weiteren Orten gab es Möglichkeiten zum Basteln aus Handabdrücken, Holzsägearbeiten, Besuch der Bücherei und der Ausstellung „Schule früher“.

So zeigte die Schule ihre Vielzahl an Möglichkeiten, ihre Grundschüler zu fördern. Doch obwohl die Schülerzahlen an der Megesheimer Grundschule in den vergangenen Jahren konstant geblieben sind, ist der Lehrermangel an bayerischen Grundschulen auch hier spürbar. Die gute Ausstattung der Schule nützt den Schülern in ihrem alltäglichen Unterricht, aber Arbeitsgruppen, in denen die Kinder auf freiwilliger Basis ihren Interessen nachgehen dürfen, können oft nicht mehr angeboten werden.

Zum Abschluss des Nachmittags spielte das Kinderorchester des Akkordeonvereins Megesheim mit „Ein Kompliment“ und „Cordula Grün“ noch zwei aktuelle Popsongs. Der Lehrerchor mit Pfarrer Thomas Swat beendete dann die Feier mit „Summer of 69“.

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