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Konzert

30.07.2019

Milow begeistert in Bopfingen

Der belgische Singer-Songwriter Milow ist am Freitagabend in Bopfingen aufgetreten.
Bild: Peter Schlipf

Der belgische Singer-Songwriter tritt bei der dritten Auflage der Summer Vibes auf

Der belgische SingerSongwriter Milow ist am Freitagabend bei der dritten Auflage der Summer Vibes in Bopfingen im Stadtgarten aufgetreten. Mit im Gepäck hatte er sommerliche Pop- und Gitarrensounds. Die größte Überraschung für das Publikum war sicher der Auftakt des Konzertes. In schwarzen Jeans und lässigem Hemd ging Milow nicht auf die Bühne, sondern geradewegs durch die Zuschauerreihen. Auf dem Platz vor der Bühne war ein kleines Podest mit einem Mikrofon aufgebaut. Seinen Hit „You don’t know“ gab der Singer-Songwriter von dort zum Besten – ganz zur Freude derjenigen Fans, die eigentlich nicht mehr damit gerechnet hatten, dem Star so nahe zu sein, weil sie keinen Platz vor der Bühne ergattert hatten. Bereitwillig folgten sie dem Künstler, wenn er zum Mitklatschen oder -singen aufforderte. Und das den gesamten Abend über und mit viel Ausdauer. Bis in die letzten Reihen war das Publikum begeistert dabei.

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Mit viel Humor gestaltete Milow den Abend. Bereits nach seiner Ankunft auf der Bühne und dem Song „You and me“ folgte mit der Begrüßung bereits die erste humoristische Einlage. Milow berichtete auf Englisch, dass er zuvor noch nie von Bopfingen gehört habe. Als man ihm gesagt habe, dass er dort ein Konzert spielen werde, habe er nicht geglaubt, dass dieser Ort wirklich existiert. Als er dann den Ort bei Google Maps gefunden hatte, habe er sich gefreut. Denn er entdecke gerne neue Orte und spiele auch gerne mal in kleineren Städten Konzerte. „Es tut mir leid, dass ich Bopfingen zuvor nicht kannte, aber wir werden es nach dieser Nacht nicht mehr vergessen“, sagt der Künstler, der im richtigen Leben Jonathan Vandenbroeck heißt, in englischer Sprache.

Anschließend stimmten Milow und seine Band ruhigere, melancholischere Töne an. Im Song „Help“ spiegelt Milow die Höhepunkte seiner Karriere, aber auch manche Tiefpunkte im Privatleben wider und wie er letztlich den Weg zu sich selbst und zu seinen Wurzeln gefunden hat. Extrem gefühlvoll brachte der belgische Musiker den Song mit seiner Band auf die Bühne. Besonders der Refrain: „Someone help me I’m giving up, since you’re gone every song it don’t sound the same. I’m at the bottom and looking up, when you lose, pay your dues, it’s a cruel game“ dreistimmig von Milow, dem Gitarristen Tom Vanstiphout und der Sängerin Nina Babet gesungen, jagte dem einen oder anderen Zuhörer Gänsehaut über den Körper. Und der Applaus am Ende zeugte von dieser großartigen Leistung.

Milow begeistert in Bopfingen

Dann kam Milow auf seine großartige Zeit in Südafrika bei der Fernsehshow „Sing meinen Song“ zu sprechen. Zusammen mit Musikern wie Wincent Weiss, Johannes Oerding und Michael Patrick Kelly hatte Milow dort Songs der jeweils anderen Künstler in seine eigene Version verwandelt und gespielt. Aus dieser Zeit hatte der Singer-Songwriter zwei Stücke und eine Überraschung im Gepäck: Die komplette Anmoderation sprach er auf Deutsch, was das Publikum sichtlich freute. Anschließend sang Milow „Weiße Tauben“ von Johannes Oerding sowie „Musik sein“ von Wincent Weiss.

Neben einigen neuen Stücken durften auch die Klassiker nicht fehlen. So auch der Coversong „Ayo Technology“, mit dem Milow letztlich der internationale Durchbruch gelang. Das Original hatten 50 Cent und Justin Timberlake als Rap-Version geschrieben. Auch hier forderte der Künstler das Publikum immer wieder heraus, ließ alle ihre Handy-lichter anschalten und im Takt der Musik mitschwenken.

Ähnlich interaktiv war auch der offiziell letzte Song des Abends. Bei „Howling at the Moon“ holten alle Musiker auf der Bühne noch einmal alles aus sich heraus und die Bühnentechniker feuerten neben einem Lichterfeuerwerk auch die Konfettikanone ab. Die Zuschauer klatschten und sangen, was das Zeug hielt, und hüpften am Ende sogar nach der Aufforderung von Milow wie wild durch die Gegend, was Milow dazu animierte, ein Sprühfeuerwerk vom Boden aufzuheben und in die Menge regnen zu lassen.

Nachdem die letzte Note verklungen war, verließen die Band und Milow die Bühne. Nach lange anhaltenden Zugaberufen des Publikums kehrte Milow auf die Bühne zurück und performte den Song „Way up high“, den er 2011 für seinen Vater geschrieben hatte, ganz schlicht, mit wenig Lichtshow und nur mit Klavier-Begleitung. Umso bombastischer war der zweite Song der Zugabe. Hier holte Milow noch einmal die gesamte Band und Chris Ayer, der bereits neben Hensho aus Schwäbisch Gmünd im Vorprogramm aufgetreten war, auf die Bühne und spielte „Lay your worry down“.

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