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Nördlingen

08.04.2021

Müll wird in der Natur hinterlassen - wie die Stadt Nördlingen vorgeht

Ein Strohhalm, eine Burgerverpackung und unter anderem eine Ketchuptüte liegen am Bäumlesgraben in Nördlingen.
Foto: Jan-Luc Treumann

Plus Am Ostermontag ärgert sich eine Bürgerin über Abfall. Das ist kein Einzelfall. Was ein Mitarbeiter der Stadt Nördlingen zum Müllaufkommen sagt und was geplant wird.

Ein gemütlicher Spaziergang nach dem Osterwochenende, die Zeit in der freien Natur genießen – diese Idee dürften viele Nördlinger am Ostermontag gehabt haben. Doch nicht für alle war dies ein schöner Gang durch die Natur: Eine Leserin unserer Zeitung schickte unserer Redaktion ein Bild vom Adlersberg in Nördlingen. Darauf zu sehen: Vor einer Holzbank liegen zehn Flaschen auf dem Boden, augenscheinlich Prosecco- und Weinflaschen, dazu liegen deren Verschlüsse noch auf der Erde. Müll, der einfach mitten in der Natur liegengelassen wird. Auch am Bäumlesgraben liegt einige Tage später eine Burgerverpackung samt Ketchuptüte vor ein paar Parkbänken. Für die Stadt Nördlingen ist das Thema nicht neu. Was die Stadt nun plant.

Bereits in den vergangenen Monaten beschäftigte sich der Stadtrat mehrfach mit dem Thema Müll in der Innenstadt. Überquellende Mülleimer waren gefüllt mit To-go-Verpackungen. Versuchsweise stellte die Stadt Nördlingen im vergangenen Sommer einen sogenannten Press-Hai auf, einen Mülleimer, der den Abfall zusammenquetscht. Solche will die Stadt in Zukunft anschaffen. Zudem brachte Oberbürgermeister David Wittner auch Konsequenzen für Umweltsünder ins Spiel.

Ein Mitarbeiter leert jeden Tag die Mülleimer in Nördlingen

Dass nun über Ostern besonders viel Müll angefallen ist, kann ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung nicht bestätigen. Auch über die Feiertage seien die Mülleimer in und um die Stadt jeden Tag geleert worden. Es gebe einen Mitarbeiter, der ausschließlich die Eimer leere. Dieser fährt seine Route immer ab, bei Hinweisen, wenn es irgendwo Ablagerungen gibt, fahre derjenige natürlich diese Stellen an, heißt es von der Stadtverwaltung aus.

Kürzlich habe der Bauhof die Mitteilung erhalten, dass ein Abfalleimer für Hundekot überfüllt gewesen sei, der sei sofort geleert worden. Grundsätzlich stelle man fest, dass immer mal wieder Abfall illegal entsorgt wird, auch Hausmüll entdecke man in den Körben.

Doch natürlich könnten nicht alle Wege in Nördlingen kontrolliert werden und man könne nicht überall gleichzeitig sein, teilt der Mitarbeiter mit. Allerdings sei geplant, auf der Marienhöhe noch weitere Körbe zu montieren, doch die genaue Anzahl steht noch nicht fest. Zudem hofft der Mitarbeiter, dass die Zahl der To-go-Verpackungen abnimmt, wenn die Gastronomie wieder öffnen darf.

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