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Nördlingen/Oettingen
03.05.2021

Wie stehen die Bürgermeister Wittner und Heydecker zur Hesselbergbahn?

Die Reaktivierung der Hesselbergbahn ist mittlerweile für immer mehr Kommunen ein zentrales Anliegen.
Foto: Mörzl (Archiv)

In einer Videokonferenz erörtern die Vertreter mehrerer Kommunen die Reaktivierung der Hesselbergbahn. Nördlingen und Oettingen sind sich einig.

Im Rahmen einer Videokonferenz wurden der aktuelle Sachstand und Fragestellungen zur Hesselbergbahn erörtert. Die enge Einbindung der Bürgermeister, wenn es um die zukünftigen Pläne für die Hesselbergbahn gehe, sei sehr zu begrüßen, sind sich Oberbürgermeister David Wittner und Bürgermeister Thomas Heydecker einig.

Sie danken Landrat Stefan Rößle und dem Landratsamt Donau-Ries dafür, dass sie den Stadtoberhäuptern der Anrainerkommunen Nördlingen, Oettingen, Hainsfarth und Auhausen den gemeinsamen Austausch mit der Bayernbahn und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ermöglichten.

Was Nördlingens OB David Wittner zur Hesselbergbahn sagt

„Moderne, sichere und umweltschonende Mobilitätslösungen werden immer wichtiger. Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, die Fahrgastzahlen auf der Schiene bis 2030 (gegenüber 2018) zu verdoppeln. Nicht nur gut erschlossene Ballungsräume dürfen von den Vorteilen der Bahnen profitieren. Die Reaktivierung von einst stillgelegten Bahnstrecken wie der Hesselbergbahn-Süd zwischen Nördlingen und Wassertrüdingen könnte hier eine Rolle spielen,“ so Nördlingens Oberbürgermeister David Wittner.

Man wolle deshalb zeitnah prüfen, welche Voraussetzungen für eine Reaktivierung der Strecke erfüllbar wären oder bereits sind und welche Auswirkungen – auch finanzieller Natur – damit verbunden wären. „Sicherlich spielt die Beschleunigung der Riesbahn eine entscheidende Rolle,“ ist Nördlingens Oberbürgermeister überzeugt. Sie erhöhe die Fahrgastzahlen, stärke den Bahnknotenpunkt Donauwörth und sei daher ein Schlüsselprojekt für die Mobilität im gesamten Landkreis.

Hesselbergbahn wäre eine Anbindung an Nürnberg, so Wittner

„Von einer anschließenden, ergänzenden Reaktivierung der Hesselbergbahn könnten Kommunen und ländlicher Raum im Ries durch die direkte Anbindung an die Metropolregion Nürnberg und die Nachbarkommunen im Fränkischen Seenland profitieren.“

Oettingens Bürgermeister Thomas Heydecker stellt heraus: „Auch für den nördlichen Teil unseres Landkreises ist es unverzichtbar, endlich einen funktionierenden Öffentlichen Personennahverkehr zu verwirklichen. Der weiterhin stark zunehmende Individualverkehr auf der Straße und die daraus resultierende Stellplatzproblematik werden zur immer deutlicher spürbaren Belastung für unsere Städte. Ich sehe deshalb dringenden Handlungsbedarf. Zu einer nachhaltigen Kommunalentwicklung, zu der sich auch der Landkreis und der Freistaat Bayern verpflichtet haben, gehören zudem neben Umweltaspekten auch besonders die sozialen Gesichtspunkte. Gerade Mitmenschen, die sich kein Auto mehr leisten können oder wollen, Menschen mit Handicap, Familien, junge Menschen, Seniorinnen und Senioren, profitieren von der Reaktivierung der Hesselbergbahn und einer damit deutlich verbesserten Verkehrsanbindung besonders.“

Was bisher zur Hesselbergbahn geschah

Wittner und Heydecker sind sich einig: „Es kann für die verkehrliche Anbindung des Rieses nur sinnvoll sein, wenn jetzt zeitnah die weiteren Prüfschritte umgesetzt werden.“

Bereits am 12. März hat sich der „Unterausschuss Mobilität der Zukunft“ des Landkreises mit der Hesselbergbahn befasst. Der Personenverkehr auf der Hesselbergbahn-Süd (Nördlingen - Wassertrüdingen) wurde im Jahr 1985 eingestellt. Ab 2009 wurde eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Bahnlinie angestoßen, parallel erfolgte eine Potentialermittlung durch den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg. (pm)

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