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Wahl 2020

19.11.2019

OB-Kandidat Goschenhofer fordert mehr Kreativität

Wolfgang Goschenhofer will mehr Kreativität und Gestaltungswillen in den politischen Gremien – er wurde im Schrannensaal mit hundertprozentiger Zustimmung zum Bewerber für das Amt des Oberbürgermeisters in Nördlingen nominiert.
Foto: Szilvia Izsó

Plus Der Bürgermeisterkandidat der Grünen will die Umwelt- und Klimapolitik zu einem seiner Schwerpunkte machen. Bezahlbarer Wohnraum und die Stadtteile stehen zudem im Fokus.

Wolfgang Goschenhofer, der Oberbürgermeister-Kandidat der Grünen, will Nördlingen „anders denken“. Weg von eingefahrenen Pfaden, hin zu mehr Kreativität und Gestaltungswillen in den politischen Gremien. Entscheidungen im Stadtrat müssten auf die Zukunft gerichtet gefällt werden. Diese Überzeugungen brachte der 57-jährige Bauingenieur und Stadtrat am Montagabend deutlich zum Ausdruck, als ihn der Ortsverband seiner Partei mit hundertprozentiger Zustimmung offiziell zum Bewerber um die Nachfolge von Hermann Faul auf dem Chefsessel des Rathauses nominierten.

Im Schrannensaal war an diesem Abend viel von Aufbruch zu spüren, insbesondere bei Goschenhofer selbst, der knapp eine halbe Stunde lang sich und sein Wahlprogramm präsentierte. Nicht zuletzt hätten ihn die bisher rund 30.000 Klicks auf sein selbst produziertes Youtube-Video stark motiviert. Mit einer solchen Resonanz habe er „nie und nimmer“ gerechnet, räumte er ein. Er werte diese als breites Interesse vieler Bürger an seiner Person und seinen Vorstellungen für eine nachhaltige Stadtpolitik.

Umweltpolitik ist eines von Goschenhofers Schwerpunkthemen in Nördlingen

Als einen seiner Hauptschwerpunkte nannte Goschenhofer die Umwelt- und Klimapolitik. Dieser Themenbereich müsse „Chefsache“ werden und dürfe nicht so wie bisher „nebenher mitlaufen“. Sollte er Oberbürgermeister werden, würde er dafür ein eigenes Referat in der Stadtverwaltung einrichten und damit diesem Sektor einen hohen Stellenwert beimessen. Diese Abteilung werde sich dann sämtlichen Fragen des Klima-, Umwelt- und Artenschutzes, einer klimaneutrale Stadtentwicklung und einer nachhaltigen Energieversorgung widmen. Damit wolle er Nördlingen zu einem „Leuchtturm“ machen.

Nicht minder wichtig sei für ihn, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dazu gehöre, dass sich die Kommune stärker im Wohnungsbau engagiere und selbst geförderten Wohnraum schaffe. Die rund 50 geplanten Sozialwohnungen im Bereich des ehemaligen BayWa-Geländes seien ein richtiger Schritt, reichten aber bei weitem nicht aus, betonte Goschenhofer. Er könne sich vorstellen, das Döderlein-Gelände an der Lerchenstraße zu bebauen – zu einem Drittel mit Sozialwohnungen, einem Drittel mit Wohnungen die einer Mietobergrenze unterliegen würden und den Rest dem freien Markt zu überlassen. Diese Form des Bauens wäre ebenfalls ein Zukunftsmodell.

Einen weiteren Schwerpunkt sieht Wolfgang Goschenhofer im Bereich Kunst und Kultur. Dazu gehörten generationenübergreifende Angebote, die über die Stadt hinaus strahlten. In diesem Zusammenhang wäre ein Kultur- und Bürgerhaus zwischen Rathaus und Kriegerbrunnen eine echte Bereicherung für die Altstadt.

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Nördlingen müssten günstiger sein, meint Goschenhofer

Zu einer nachhaltigen Politik gehörten auch neue Mobilitätsangebote. Anstatt hauptsächlich auf das Auto zu setzen, müssten das Fahrrad sowie Bus und Bahn mehr in den Mittelpunkt rücken, um eine echte Verkehrswende hinzubekommen. Die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sollte für alle Bürger günstig sein, meinte der grüne OB-Kandidat.

Auch den zehn Stadtteilen wolle er eine große Bedeutung beimessen und deren Identität stärken, in dem man sie mit der Kernstadt mehr als seither vernetze. Eine klare Absage erteilte der Grüne einer Südumgehung zwischen Marienhöhe und Herkheim. Diese komme für ihn keinesfalls in Frage. Für eine Lösung der Belastungen der Anwohner in der Herlinstraße gelte es, andere Ideen zu entwickeln. Neu etablieren will Goschenhofer die Bereitstellung von Baugrund für ansiedelungswillige Betriebe nach bereits erfolgten archäologischen Ausgrabungen. Mit einer solchen Vorgehensweise könnten die Unternehmen besser planen und Bauverzögerungen vermeiden.

Zudem sollte die Stadt bei Bauvorhaben die entsprechenden Aufträge nur an solche Firmen vergeben, die ihren Beschäftigten faire Arbeitsbedingungen bieten würden und angemessene Löhne zahlten.

Die Zukunft Nördlingens sei am 15. März wählbar – mit ihm als Oberbürgermeister, schloss Goschenhofer seine Ausführungen.

Lesen Sie auch: Eine Frau führt die Stadtratsliste der Grünen in Nördlingen an

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