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Oettingen

26.05.2015

Outlet-Center: Stadtrat ist nun mit im Boot

So wirbt die Arbeitsgruppe in einem Flyer für die "Romantic Outlet City" in Oettingen. Nun sind auch Mitglieder der Stadtrats-Fraktionen zu der Arbeitsgruppe dazugestoßen.
Bild: Germann Fall

Das Projekt „Romantic Outlet City“ in Oettingen kommt voran. Bislang war die lokale Politik nur am Rande darin involviert. Das ändert sich jetzt.

In das Projekt um ein Outlet-Center in Oettingen kommt Bewegung. Nachdem die ersten Planungen dazu bislang größtenteils von Bürgern der Stadt ausgingen, die derzeit kein politisches Amt in Oettingen bekleiden, haben nun die Fraktionen im Stadtrat jeweils Mitglieder bestimmt, die Teil der Arbeitsgruppe zur „Romantic Outlet City“ werden.

Wie berichtet, hat sich die ursprüngliche Gruppe seit Juli 2012 regelmäßig getroffen und die Idee entwickelt, wie ein Outlet-Center nach Oettingen kommen könnte. Zu der Gruppe gehören etwa der Gastronom Lino Vertucci, die Architektin Katrin Ott, der Apotheker Andreas Hönle, der Einzelhändler Dieter Hölderle und der Bauingenieur German Fall. Sie sehen in dem Projekt eine Chance, die Stadt nach vorne zu bringen und vor allem den Leerstand in der Innenstadt zu bekämpfen. Im Haushalt Oettingens für das Jahr 2015 stehen 80 000 Euro für Machbarkeitsstudien zur Verfügung; mit einer solchen Studie soll etwa ausgelotet werden, welche Möglichkeiten bestehen, ein City-Outlet nach Oettingen zu holen und wie es sich umsetzen ließe.

Die Mitglieder der Stadtratsfraktionen sollen nun zusammen mit anderen Mitglieder der Planungsgruppe genauer erarbeiten, was eine solche Studie alles abdecken muss und welche offenen Fragen sie exakt klären soll. Bürgermeisterin Petra Wagner ( CSU/FWG) hatte zuletzt erklärt, dass der Stadtrat möglicherweise schon im Juni über eine Ausschreibung einer solchen Studie entscheiden könne.

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Nun sind zumindest schon einmal Mitglieder des Stadtrats-Fraktionen Teil der Arbeitsgruppe um die „Romantic Outlet City“, kurz ROC. Die CSU/FWG-Fraktion bestimmte ihren Vorsitzenden Thomas Fink dazu, Teil der Gruppe zu werden, die SPD-Fraktion entschied sich für Robert Straka. Die Stadtteilliste Oettingen (SLO) bestimmte ihrerseits Fraktionschef Bernhard Raab, bei der Parteifreien Wählergruppe Oettingen (PWG) werden die beiden Stadtrats-Mitglieder Rudolf Oesterle und Katharina Kaufmann abwechselnd an den Treffen teilnehmen. Das erste davon findet bereits am heutigen Dienstag statt.

Nach bisherigen Planungen soll das City-Outlet in Oettingen kein gigantisches Einkaufsparadies am Stadtrand werden, sondern die bereits bestehende Infrastruktur in der Stadt nutzen. Das heißt konkret: Die Outlet-Läden einmal unter anderem in Gebäuden Platz finden, die derzeit leer stehen. Vorbild dieser Idee ist die Stadt Bad Münstereifel nahe Köln, in der seit August 2014 ein City-Outlet existiert und in der die Läden sich in bis zu 500 Jahre alten Häusern der Altstand befinden.

Outlets, also Einkaufsmeilen, in denen Waren aus nicht mehr aktuellen Kollektionen zu niedrigeren Preisen verkauft werden, boomen, und in größerer Reichweite von Oettingen steht mit dem „Ingolstadt Village“ bereits ein großes Outlet-Center, das 2005 eröffnet wurde und eine Verkaufsfläche von über 22 000 Quadratmetern aufweist. Ein City-Outlet mit einem Konzept wie in Bad Münstereifel existiert in der Nähe hingegen nicht. Die Stadt Feuchtwangen überlegt jedoch ebenfalls, ob ihr solche Outlet-Läden nicht dabei helfen könnten, die Innenstadt mit Leben zu füllen.

Sollte Feuchtwangen ein solches Projekt zuerst umsetzen, würden sich mögliche Pläne für Oettingen erübrigen. Zwei Outlets innerhalb von 40 Kilometern würden sich zum einen wirtschaftlich kaum rentieren, wären zum anderen wohl aber auch logistisch gar nicht möglich. Die Betreiber von Outlet-Centern verbieten den Herstellern von Markenartikeln meist mit einer Klausel, innerhalb eines gewissen Radius’ Ladenlokale in einem anderen Outlet-Center zu eröffnen.

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