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Kinderkrankenpflege

09.07.2014

Pilotprojekt aus dem Ries

Ein Fachgespräch über ein in Schwörsheim entwickeltes Projekt in der Häuslichen Kinderkrankenpflege fand im Bundestag in Berlin statt. Von links: MdB Martina Stamm-Fibich, MdB Gabriele Fograscher, Beate Ziegler (Pflegeservice), Dr. Gertrud Ayerle (Universität Halle), Bernd Meyr (Betriebsleiter Ziegler Pflegeservice), MdB Heike Baehrens und Katrin Schneider (Ziegler Pflegeservice).
Bild: Ziegler

Initiative aus Schwörsheim findet Gehör im Deutschen Bundestag. Haushaltshilfe würde Eltern entlasten

Auf Einladung der Nördlinger SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriele Fograscher fand im Bundestag in Berlin ein Fachgespräch zum Pilotprojekt „Häusliche Kinderkrankenpflege in Kombination mit Haushaltshilfe“ statt, das vom Pflegeservice Beate Ziegler aus Schwörsheim entwickelt wurde und Eltern mit pflegebedürftigen Kindern helfen soll, den Alltag innerhalb der betroffenen Familien besser zu bewältigen.

Ziel von Geschäftsführerin Beate Ziegler ist es, in bestimmten Fällen eine Haushaltshilfe als Ergänzung zur häuslichen Kinderkrankenpflege als Regelleistung der Krankenkassen zu etablieren. Bei der Gesprächsrunde im Paul-Löbe-Haus mit dabei waren neben Gabriele Fograscher die SPD-Gesundheitspolitikerin und Berichterstatterin für Prävention und Patientenrechte im Gesundheitsausschuss, Martina Stamm-Fibich, Vertreter der Krankenkassen, des Bundesverbandes Kinderkrankenpflege, verschiedene SPD-Gesundheitspolitiker sowie die Wissenschaftlerin Dr. Gertrud Ayerle von der Universität Halle.

Beate Ziegler wies auf die Vorteile des von ihr entwickelten Modells hin: Zum einen entlaste eine Haushaltshilfe die pflegenden Eltern dahin gehend, dass diese mehr Zeit für Pflege und Betreuung ihrer Kinder hätten. Andererseits würden die Kassen Kosten sparen, weil der häusliche Pflegedienst weniger Stunden in Anspruch genommen werden müsse. Der wesentlichste Aspekt sei in diesem Zusammenhang allerdings, dass eine intensivere Eltern-Kind-Bindung entstehe, wenn Vater oder Mutter unmittelbar in die Pflege eingebunden seien. Außerdem, so die Schwörsheimer Unternehmerin, stärke dies die pflegerische Kompetenz der Eltern im Allgemeinen.

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Kassenvertreter zeigten sich skeptisch

Die Kassenvertreter äußerten sich skeptisch, eine Haushaltshilfe als Regelleistung zu deklarieren, weil ein entsprechender Leistungsanspruch schwer zu definieren sei. Sie plädierten vielmehr für Einzelfallregelungen, die bereits jetzt bei einzelnen Kassen angewandt würden. Seitens der Vertreterin des AOK-Bundesverbandes wurde vorgeschlagen, runde Tische auf Landesebene mit Kassenvertretern, Pflegediensten und der Politik zu organisieren, um nach entsprechenden Lösungen zu suchen.

Runde Tische auf Landesebene

Gabriele Fograscher sagte zu, sich darum zu kümmern und zu versuchen, zusammen mit Beate Ziegler zunächst in Bayern und Baden-Württemberg Gesprächsrunden zu organisieren. (RN)

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