Newsticker
Johnson & Johnson verschiebt Einführung von Corona-Impfstoff in Europa
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Probelauf der Fischaufstiegsanlage an der Walkmühle

Natur

02.11.2020

Probelauf der Fischaufstiegsanlage an der Walkmühle

Probelauf an der Fischaufstiegsanlage: Die Gemeinde Riesbürg spricht von einer schnellen und vorbildlichen Bauausführung.
Foto: Manfred Hala

Nach nur wenigen Wochen Bauzeit konnte bei einem gemeinsamen Termin ein Probelauf an der neu gebauten Fischaufstiegsanlage am Wehr der Walkmühle vorgenommen werden. Das Projekt wird zu 85 Prozent gefördert

Nach nur wenigen Wochen Bauzeit hat bei einem gemeinsamen Termin ein Probelauf an der neu gebauten Fischaufstiegsanlage am Wehr der Walkmühle vorgenommen werden können.

Bei der wasserbaulichen Einrichtung handelt es sich der Gemeinde zufolge um eine württembergische Maßnahme, die auf bayrischem Grund umgesetzt wurde. Durch diese soll die Durchgängigkeit der Gewässer an den drei östlich gelegenen Mühlen verbessert werden. Außerdem wird dadurch Fischen und anderen im Wasser lebenden Lebewesen die Überwindung des Wehres ermöglicht. Ein positiver Aspekt ist zudem die Verbesserung des ökologischen Zustands des Gewässers.

Bürgermeister Willibald Freihart begrüßte zur gemeinsamen Inbetriebnahme alle am Bau Beteiligten, darunter Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Ostalbkreis und Donau-Ries sowie die Ortsvorsteherin Gabriele Hala. Im Beisein des leitenden Ingenieurs Christoph Lechler von B&P Beratende Ingenieure aus Ellwangen wurde durch das Entfernen einer Sperre der erste Wasserlauf in das neue trapezförmige Gerinne eingelassen. Lechler erläuterte dabei die technischen Daten der in den letzten Zügen befindlichen Baumaßnahme.

Für den Bau wurden ca. 400 Tonnen Schotter, Wasserbausteine und Blocksteine sowie ca. 40 Kubikmeter Beton verwendet. Um den Zufluss zum Umgehungsgerinne regeln zu können wurde ein Einlassbauwerk (7,5 Tonnen Gewicht) mit Schieber, Bediensteg und Geländer eingebaut. Von der ausführenden Firma Zehe GmbH aus Burkhardroth waren Erdarbeiten von ca. 4000 Kubikmeter notwendig. Zum Abschluss erfolgt die Ansaat und Bepflanzung mit Wasserpflanzen und Schilf. Durch den Einbau von Störsteinen und Totholz, welches sich im Bereich des Wehres an der Eger angesammelt hatte, wurde ein naturnaher Gewässerverlauf mit vielfältigen Fließstrukturen erreicht. Michael Deininger vom Wasserwirtschaftsamt Ostalbkreis lenkte die Aufmerksamkeit auf die stark geschwungenen aufeinanderfolgenden Flussschleifen, auch mäandrierender Flusslauf genannt.

Bürgermeister Freihart zeigte sich vor Ort an der Eger begeistert von der ökologisch wertvollen und gelungenen Fischaufstiegsanlage. Er bedankte sich bei Allen für die schnelle und vorbildliche Bauausführung. Das Projekt, mit Baukosten von rund 280000 Euro, konnte mit einem 85-prozentigen Zuschuss des Landes Baden-Württemberg und der Beteiligung der bayerischen Mühlenbetreiber realisiert werden. (pm)

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren