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Krankenhaus

30.09.2019

SPD: Freistaat muss Stift unterstützen

Abgeordnete Strohmayr für wohnortnahe Versorgung in kleineren Kliniken

Am Stiftungskrankenhaus in Nördlingen sollen auch weiterhin Frauen entbinden können. SPD-Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr fordert laut einer Pressemitteilung gemeinsam mit OB-Kandidatin Rita Ortler: „Wir müssen eine Entbindung vor Ort in Nördlingen im Sinne der Frauen und Kinder ermöglichen.“ Damit dies der Fall sei, müsse die bisherige Belegabteilung Gynäkologie und Geburtshilfe in eine Hauptabteilung umgewandelt werden. Ein neuer Chefarzt sei bereits gefunden, man sei auch zuversichtlich, weiteres Personal rechtzeitig einstellen zu können, berichtet Vorstand Dr. Roland Buchheit, so die Mitteilung weiter.

Der Weg zur Hauptabteilung sei jedoch für das Stiftungskrankenhaus Nördlingen mit hohen Kosten verbunden. „Diese Umwandlung wird nicht gefördert und macht neben zusätzlichen Baumaßnahmen allein für den Kauf von neuen medizinischen Geräten eine Investition in Höhe von mehreren hunderttausend Euro aus“, so Buchheit. Der Freistaat darf sich nach Ansicht Strohmayrs nicht aus der Verantwortung stehlen, die anfallenden Kosten beispielsweise nicht auf die Kommunen abwälzen.

Für kleinere Krankenhäuser sei es schwerer als für die Großkliniken. Man befinde sich im Wettbewerb mit den großen Kliniken, erklärt Buchheit. Strohmayr sieht Handlungsbedarf seitens des Freistaates Bayern. „Die medizinische Versorgung der Bürger darf nicht unter bürokratischen Hürden leiden und von der Gewährung von Fördermitteln abhängig sein“, meint sie. Immer mehr Krankenhäuser vor allem auf dem Land müssten schließen oder Abteilungen vorübergehend aufgeben. Für Strohmayr ist es daher wichtig, dass die medizinische Versorgung auch in kleineren Einrichtungen wohnortnah erhalten werden kann.

„Es ist dringend notwendig, dass der Freistaat Bayern endlich eine verlässliche Krankenhausplanung auf den Weg bringt und entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Die Infrastruktur vor Ort muss gewährleistet sein“, sagt Strohmayr. „Die Menschen dürfen nicht darunter leiden.“(pm)

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