21.03.2018

SWR drehte Film im Ries

Der SWR zeigt in seiner Reihe „Spuren im Stein“ einen Film über das Ries. Sendetermin ist Sonntag, 8. April, 20.15 Uhr.
Bild: SWR

Fernsehen Der 90 Minuten lange Beitrag ist am 8. April zur besten Sendezeit zu sehen

Nördlingen Wie wirkt sich die geologische Vergangenheit auf Geschichte und heutige Gestalt einer Landschaft aus? Diese Fragestellung musste früher oder später dazu führen, dass das SWR-Fernsehen für seine Serie „Spuren im Stein“ nach der Schwäbischen Alb, dem Oberrheingraben, dem Saarland und der Vulkaneifel das Nördlinger Ries als Thema auswählte. Am Sonntag, 8. April, wird die 90-Minuten-Produktion im SWR-Fernsehen zum ersten Mal um 20.15 Uhr im öffentlichen Fernsehen gesendet. Die Verantwortlichen des RieskraterMuseums, des Geoparks Ries und des Landkreises, sowie die zahlreichen weiteren örtlichen Unterstützer des Projekts waren von Regisseur Dirk Neumann und seinem Team zu einer Vorab-Premiere ins RieskraterMuseum eingeladen worden.

Oberbürgermeister Hermann Faul begrüßte das Premierenpublikum, in dem auch der „kleine Bruder“ des Rieskraters, das Steinheimer Becken, vertreten war, und nannte die SWR-Dokumentation einen wichtigen Beitrag zur Bewerbung des Geoparks Ries zur Aufnahme in die Unesco-Geopark-Liste. Professor Stefan Hölzl, der Direktor des RieskraterMuseums, wies auf die vielfältigen Bezüge zwischen den verschiedenen beteiligten Wissenschaften hin („ohne Bio kein Geo“ und umgekehrt) und nannte die Erdgeschichte die Basis für die menschliche Geschichte. Ziel der Dokumentationsreihe „Spuren im Stein“ sei es nach den Worten des verantwortlichen Fernsehjournalisten Dirk Neumann, von der Vielfalt und vom Reichtum der süddeutschen Naturräume zu berichten. 90 Minuten Sendezeit seien für ein geologisches Thema ungewöhnlich viel, die Vielzahl der Facetten habe es aber verdient, in Muße vorgestellt zu werden.

Tatsächlich enthält der Film auch für alteingesessene, gewöhnlich gut informierte Nördlinger ungewöhnlich viele neue Informationen, verständlich aufbereitet und oft aus überraschenden Blickwinkeln dargestellt. Wunderschöne Naturaufnahmen, anschauliche Animationen, detaillierte Informationen aus erster Hand zum Beispiel über die Schädelfunde in den Ofnethöhlen, Landwirtschaft und Naturschutz, Kalk- und Trassabbau und -verwendung, selbst die mit Wemdinger Sand unterlegte Rasenfläche der Münchener Allianz-Arena – nichts bleibt ausgespart, keine Sekunde ohne Neuigkeitswert, sei es sachlich, sei es in der Darstellungsform oder in der Perspektive. Heimatkunde 2.0 für alle Einwohner und Einladung an alle, die noch nicht hier waren.

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Auch regionale Geschichte wird nicht ganz vernachlässigt („Schon die alten Römer …“, aber auch die Kelten haben Spuren im Stein hinterlassen). Der „Hexenfelsen“, führt als Anknüpfungspunkt zu einer Schattenseite unserer Vergangenheit. Stadtarchivar Dr. Sponsel berichtet über die Nördlinger Hexenprozesse. Auch andere Ortskundige und Zeitzeugen kommen zu Wort, ob es um Schutz der Wiesenweihen geht, den sich Konrad Bauer aus Marktoffingen seit Jahren angelegen sein lässt, neuerdings mithilfe einer Drohne mit Wärmebildkamera, um das geologische Training der NASA-Astronauten 1970, oder um die erfolgversprechende Alerheimer Gin-Produktion.

Bei der Präsentation war auch der bekannte Fernseh-Meteorologe Sven Plöger anwesend, neben Lena Ganschow einer der charmanten Moderatoren der Dokumentation. Plöger ist begeistert vom Ries als Landschaft und Kulturraum und von den hier lebenden Menschen.

Begeistert waren alle Gäste des Premierenabends von der Bewirtung durch Geopark Ries kulinarisch, die Uli Wenger vorstellte.

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