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Bank

21.03.2019

Sparkassen-Fusion mit Dillingen geht voran

Die Sparkasse Nördlingen möchte noch in diesem Jahr mit der Dillinger Sparkasse fusionieren.
Bild: Anja Ringel

Der Zusammenschluss mit Dillingen soll noch 2019 abgeschlossen werden. Was das für Kunden und Mitarbeiter bedeutet und wie die Jahresbilanz der Nördlinger Bank ausfällt.

Die Fusion der Sparkassen Nördlingen und Dillingen soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Das sagte Oberbürgermeister Hermann Faul bei der Bilanzpräsentation der Sparkasse. Faul ist auch Vorsitzender des Verwaltungsrates der Bank. Die Gespräche mit den Verantwortlichen in Dillingen seien konstruktiv und auf einer vertrauensvollen Basis.

Faul zufolge sollen die Fusionsverhandlungen noch vor der Sommerpause abgeschlossen sein, damit der Zusammenschluss dann umgesetzt werden kann. Momentan werde ein Gutachten erstellt, das beide Sparkassen bewertet. Auf Grundlage dessen werde anschließend unter anderem entschieden, wie die unterschiedlichen Bereiche personell besetzt werden. Faul betonte, dass aufgrund der Fusion keine Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Es sei außerdem geplant, dass die Mitarbeiter an ihren jeweiligen Standorten bleiben können. Nur in einzelnen Fällen könne ein Wechsel nötig werden. Die Kunden werden Faul zufolge die Fusion nicht bemerken – für sie sei es egal, ob ihre Bank die Sparkasse Nördlingen oder Dillingen-Nördlingen sei. „Wo Sparkasse drauf steht, wird in Zukunft auch Sparkasse drin sein“, sagte er.

Eine Sparkassen-Fusion mit Donauwörth ist nicht ausgeschlossen

Sowohl der Oberbürgermeister als auch Landrat Stefan Rößle äußerten sich noch einmal zur „Nordschwaben-Lösung“. Wie berichtet, scheiterte eine Fusion der Sparkassen Nördlingen, Donauwörth und Dillingen. Faul sagte, es sei nicht ausgeschlossen, dass ein Zusammenschluss mit Donauwörth noch zustande komme. Es müsse nun aber zuerst die Fusion mit Dillingen abgeschlossen sein. Landrat Rößle erklärte, dass für ihn politisch gesehen eine Fusion der drei nordschwäbischen Banken die beste Lösung gewesen wäre. Es sei aber gut, dass der Zusammenschluss mit Dillingen nun vorangetrieben werde.

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Stellten die Entwicklung der Nördlinger Sparkasse vor (von links): Wolfgang Winter, Oberbürgermeister Hermann Faul, Karlheinz Wiesinger und Landrat Stefan Rößle.
Bild: Anja Ringel

Zuvor erläuterten Wolfgang Winter und Karlheinz Wiesinger vom Vorstand der Sparkasse die Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr. Der Vorstandsvorsitzende Winter sagte, er sei insgesamt zufrieden. Die Bilanzsumme der Bank stieg im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent: von 461 Millionen Euro auf 470 Millionen Euro. Winter zufolge ist der Einlagenbereich maßgebend für diese Steigerung.

Immer mehr Sparkassen-Kunden in Nördlingen nutzen Online-Banking

Winter sagte, dass der Zahlungsverkehr weiterhin eine immense Bedeutung für eine Regionalbank habe. In Nördlingen macht der Zahlungsverkehr 45 Prozent des Provisionsertrags aus. Ein kostenloses Girokonto würde Winter zufolge deshalb deutliche Ertragseinbußen mit sich bringen. 49 Prozent der Provisionserträge kommen aus dem Verbundgeschäft, also zum Beispiel von Bauspar- und Versicherungsverträgen.

Zum Jahresende 2018 beschäftigte die Sparkasse Nördlingen insgesamt 100 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende und 56 Beschäftigte in Teilzeit. Damit arbeiteten sechs Mitarbeiter weniger bei der Bank als noch im Jahr vorher. Vorstandsmitglied Wiesinger erklärte, dass die Zahl der Mitarbeiter unter anderem durch die Rationalisierung von Prozessen zurückgehe. Die weggefallenen Stellen hätten zuvor Mitarbeiter besetzt, die in den Ruhestand gegangen waren. Auch die Zahl der Auszubildenden ist gesunken. Wiesinger zufolge liegt das daran, dass es auch im kaufmännischen Bereich immer schwieriger wird, passende Auszubildende zu finden.

In diesem Jahr möchte die Sparkasse die Digitalisierung weiter voranbringen, sagte Wiesinger. Es soll unter anderem ein digitaler Finanzbericht für Firmenkunden eingeführt und die Echtzeitüberweisung forciert werden. Immer mehr Nördlinger Kunden nutzen zudem Online-Banking: Die Quote stieg im vergangenen Jahr von 50,7 Prozent auf 54,1 Prozent.

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