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Dillingen-Nördlingen

04.07.2019

Sparkassen-Fusion schreitet voran

Die Sparkasse Nördlingen fusioniert mit der Sparkasse Dillingen.
Bild: Anja Ringel

Im Kreistag in Donauwörth geht es auch um die Frage, warum das Gremium der Fusion nicht zustimmen muss.

Noch im vergangenen Jahr wurde im Kreistag des Landkreises Donau-Ries äußerst kontrovers über die Fusion der Sparkassen Dillingen und Nördlingen diskutiert. Das berichteten Sitzungsteilnehmer unserer Redaktion, die Räte sprachen über das Thema im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung. Dem Vernehmen nach wurden die Nördlinger heftig dafür kritisiert, dass sie die Dillinger den Donauwörthern vorzogen – wirtschaftliche Gründe hin oder her. Schließlich gehe es um die Einheit des Landkreises, so soll argumentiert worden sein. Am Mittwoch nun stand das Thema auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Kreistags. Doch für Diskussionen sorgte es nicht – und das hatte zwei Gründe.

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Zum einen ist die Fusion zwischen den Sparkassen Dillingen und Nördlingen bereits weit fortgeschritten. Schon zum 30. August 2019 soll sie vollzogen werden, im Innenverhältnis sogar rückwirkend zum 1. Januar 2019. Entschieden ist auch, wie der Verwaltungsrat des neuen Geldinstituts besetzt wird, wie der derzeitige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Nördlingen, Wolfgang Winter, vorstellte. So soll darin künftig zwingend ein Vertreter des Landkreises Donau-Ries sitzen.

Sparkassen-Fusion: Zustimmung der Kreisräte wird nicht mehr benötigt

Eine Debatte gab es im Kreistag allerdings auch deshalb nicht, weil die Verantwortlichen die Zustimmung des Gremiums für die Fusion nicht benötigen. Zwar geht die Sparkasse Nördlingen, die zu einem Drittel dem Kreis gehört, als Bank in der Sparkasse Dillingen auf. Doch auf der Ebene des Zweckverbandes läuft es genau anders herum: Der Zweckverband Dillingen wird aufgelöst, der Zweckverband Nördlingen nimmt dessen Mitglieder auf. Die Kreisräte hätten nur zustimmen müssen – oder ablehnen können –, wenn der Zweckverband Nördlingen aufgelöst worden wäre.

Sparkassen-Fusion schreitet voran

Eine Tatsache, die unter anderem Christoph Schmid (SPD) erkannte, der mit einer Frage noch einmal auf sie hinwies. Auch Rains Bürgermeister Gerhard Martin (SPD) wollte wissen, ob sich nicht doch eine Änderung des Zweckverbandes ergebe – schließlich gehe es ja künftig um eine viel größere Bank. Dr. Eike Schöer vom Sparkassenverband Bayern erklärte die Rechtslage daraufhin noch einmal im Detail. Bei möglichen künftigen Fusionen seien die Kreisräte jedoch wieder gefragt, sagte er.

Lesen Sie zu diesem Thema auch die Einschätzung von Redaktionsleiterin Martina Bachmann.

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